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Ein echter Blickfang auf dem Place de Vouvrey: Der Brunnen namens „Balthasars Badewanne“ wurde von Matthias Braun in Anlehnung an den berühmten Barock- und Rokoko-Baumeister Johann Balthasar Neumann (17.1.1687 – 19.8.1753) gestaltet, der mit der Region eng verbunden war. (Fotos: Besco)

Objekt + Design 2016-07-19T00:00:00Z Naturstein für Randersacker

Die Bürger des Weinorts Randersacker (Landkreis Würzburg) atmeten sprichwörtlich auf, nachdem die Bundesstraße B 13 endlich umgeleitet wurde, die zuvor mitten durch die Marktgemeinde ging. Anschließend stand die Renovierung der Ortsmitte an. Dabei setzte man in Randersacker voll auf Naturstein. (Fotos: Besco)

Rund 2,1 Millionen Euro investierte die Marktgemeinde Randersacker in die neue Ortsmitte. Die Planung des Rathausplatzes und des Place de Vouvrey sowie der anliegenden Würzburger Straße übernahm die Arbeitsgemeinschaft Büro für Städtebau & Architektur Dr. Holl und Mahl.gebhard.konzepte. Sie entschieden sich, Granitsteine für die Straßen und Plätze zu verwenden. So ist auf dem Rathausplatz von Randersacker sowie der Würzburger Straße und dem nach der Partnerstadt benannten Place de Vouvrey ein beigefarbener Granitbelag das durchgängige Gestaltungselement. Die neuen, einheitlichen Pflastersteine heben die Unterschiede zwischen Fußgängerbereich und der verkleinerten Fahrbahn der einstigen Bundesstraße fast vollkommen auf. Der gesamte Bereich wurde nach den Kriterien der Barrierefreiheit gebaut. Als Trennung zwischen Gehweg und Fahrbahn der Würzburger Straße sorgt eine drei Zentimeter tiefer verlegte Pflasterrinne, die auch als Orientierungshilfe für Sehbehinderte dient. Insgesamt wurde auf der Würzburger Straße und am zentralen Place de Vouvrey eine Fläche von zirka 4.000 Quadratmetern neu bepflastert. Darüber hinaus wechselte die Stadt renovierungsbedürftige Bodenplatten in einigen anderen Straßen aus.

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Der grau-beigefarbene Belgrano-Granit ist das durchgängige Gestaltungsmerkmal der neuen Ortsmitte von Randersacker.

Bevor die Ortsmitte von 2013 bis 2014 umgestaltet werden konnte, gab es im Gemeinderat kontroverse Diskussionen, ob Naturstein oder der vergleichsweise günstigere Beton eingesetzt werden sollte. Neben Granit war der regionale Muschelkalk im Gespräch, der allerdings aufgrund seiner porösen Struktur als Bodenbelag doch nicht in Frage kam. Holl riet zu Naturstein wegen seiner Nachhaltigkeit – der Gemeinderat folgte dieser Empfehlung und entschied sich für einen grau-beigefarbenen Belgrano-Granit. Der Natursteinspezialist Besco aus Berlin lieferte die allseitig gesägten Pflastersteine in zwei Ausführungen: sowohl mit geflammter als auch mit gestockter Oberfläche. Dieser gemischte und farblich abwechslungsreiche Pflasterverband passt gut zum Muschelkalk, der bei vielen Häusern in Randersacker verwendet wurde. Der beigefarbene Granitstein am Boden auf der ehemaligen Durchfahrtsstraße hält sich optisch zurück und lenkt den Blick der Anwohner oder Touristen auf die schönen Weinberge der Umgebung.

www.besco-gmbh.de

zuletzt editiert am 11. März 2021
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