Mehr Effizienz durch Digitalisierung beim Bau – das will das neue nationale Zentrum für die Digitalisierung des Bauwesens „BIM Deutschland“. Potenziale der Digitalisierung sollen so ausgeschöpft und Synergieeffekte genutzt werden. (Foto: BMVI)
Das Zentrum wird gemeinsam geführt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Ziel von „BIM Deutschland“ ist ein einheitliches und abgestimmtes Vorgehen im Infrastruktur- und Hochbau. Mit der digitalen Planungsmethode BIM (Building Information Modeling) soll zukünftig über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes eine solide Datengrundlage zur Verfügung stehen. Bereits bei der Errichtung des Bauwerks führe dies zu mehr Kosten-, Qualitäts- und Termintreue, so die Ministerien.
Knotenpunkt für BIM-Know-how
BIM Deutschland führt Aktivitäten, Erkenntnisse und Erfahrungen zum Einsatz von BIM auf nationaler und internationaler Ebene zusammen und stellt dieses Wissen im BIM-Portal der gesamten Wertschöpfungskette Bau zur Verfügung. Dazu entwickelt BIM Deutschland Handlungsempfehlungen, einheitliche Vorgaben für öffentliche Auftraggeber des Bundes, eine Normungsstrategie sowie Konzepte für BIM-spezifische Aus- und Fortbildung.
Experten aus allen Bereichen des Bauwesens sollen unter dem Dach von BIM Deutschland zusammenarbeiten. „Mit BIM Deutschland schaffen wir die Grundlagen, die Potenziale der Digitalisierung auszuschöpfen und Synergieeffekte zu nutzen. Die Anwendung digitaler Methoden ermöglicht es uns Prozesse effizienter zu gestalten. Wir wollen im Bundesbau hier eine Vorreiterrolle einnehmen“, sagt Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.
Ergebnisse stehen allen zur Verfügung
„Wir bekennen uns zu Open BIM, das den Austausch der Daten auf Basis offener Standards fördert. Deshalb werden alle erarbeiteten Produkte, offenen Standards und Konzepte sowohl dem öffentlichen Bau als auch der gesamten Wertschöpfungskette Bau zur Verfügung gestellt. Damit leistet BIM Deutschland auch einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen“, ergänzt Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.
