
2017-12-01T00:00:00Z Nachhaltig und hochwertig
Der jahrzehntelange erfolgreiche Einsatz von Kompositzementen in Beton und Mörtel belegt die Leistungsfähigkeit dieser Zemente mit verringerter spezifischer CO2-Emission. Ihre Verwendung in komplexen Trockenmörtelsystemen ist noch vergleichsweise selten. Der Artikel zeigt die grundsätzliche Eignung von Kompositzementen für Fliesenkleber. (Foto: Hecker/Hermann/Kiesewetter/Rickert)
Die auf absehbare Zeit erfolgreichste Maßnahme zur Minderung der CO2-Emissionen und zur Schonung natürlicher Ressourcen ist die Verwendung von Zementen mit mehreren Hauptbestandteilen, (nachfolgend Kompositzemente genannt). Bei diesen Zementen ist ein Teil des Portlandzementklinkers durch andere Stoffe wie zum Beispiel Hüttensand (Nebenprodukt der Roheisenherstellung) oder Flugasche (Nebenprodukt der Kohleverstromung) ersetzt. Dies schont natürliche Rohstoffe und mindert deutlich die CO2-Emissionen. Aufgrund dessen und auch wegen vieler technischer Vorteile werden Kompositzemente schon seit Langem sehr erfolgreich für Beton sowie Putz- und Mauermörtel verwendet. Der Verwendung in komplexen Mörtelsystemen steht die Trockenmörtelindustrie jedoch noch skeptisch gegenüber, da grundlegende Kenntnisse zur Leistungsfähigkeit dieser Zemente in solchen Systemen fehlten und daher eine verringerte Leistungsfähigkeit entsprechender Produkte erwartet wurde.
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