Blick von oben auf den Shanghai Tower mit der Stadt im Nebel oder Smog.
Der Grundriss des Shanghai Towers gleicht einem fließenden Dreieck. Quelle: Sicis

Objekt + Design

20. April 2021 | Teilen auf:

Mosaik im Megatower

Der „Shanghai Tower“ ist mit 632 Metern das höchste Gebäude Chinas und das zweithöchste weltweit. Zur exklusiven Ausstattung des Objekts gehören auch Glasmosaike des italienischen Herstellers Sicis.

Die edlen Boden- und Wandverkleidungen zieren das ultraluxuriöse „J Hotel“, das sich hier auf mehreren Etagen eingemietet hat. Die Räumlichkeiten und Zimmer sollen die Gäste nicht nur durch ihr Interior Design beeindrucken, sondern auch und vor allem durch die mehr als 1.000 Kunstwerke chinesischer und internationaler Meister, die dem Hotel die Ausstrahlung einer Kunstgalerie verleihen. Das vor Kurzem eröffnete Hotel verfügt über 258 Zimmer, die jedes für sich unterschiedlich geschnitten und gestaltet sind. Allen gemeinsam ist der Eindruck, weit über der Stadt im Himmel zu schweben.

Mosaik nach historischem Vorbild

Der italienische Spezialist für exklusive Mosaike lieferte für das J Hotel unter anderem einen 30 Meter langen Bilderzyklus, der das berühmte Gemälde „Der König von Dongdan zu Pferd“ des chinesischen Malers Zhang Daqin interpretiert. Die Abbildungen mit ihren historischen Figuren und Pferden aus der Zeit der Seidenstraße sind bei Verlassen des Fahrstuhls auf der 120. Etage zu sehen. Die edle Wandverkleidung wurde am Hauptsitz des Unternehmens in Ravenna aus kleinen Mosaiksteinchen aus Gold und Muranoglas zusammengesetzt und anschließend an seinen Bestimmungsort in Shanghai transportiert.

Komposition aus Marmor und Gold

Auch für die weiteren Boden- und Wandbereiche rund um die Rezeption und in den Veranstaltungsräumen auf der 105. Etage lieferte Sicis elegante Gestaltungslösungen wie zum Beispiel das Material „Vetrite“ oder auch Goldmosaik, das in mit Laser geschnittenen, blauen Marmor eingelassen wurde. Das Programm „Vetrite“ umfasst polymergebundene, dekorative Fliesen aus Glas. Außergewöhnliche Türverblendungen aus der Linie „Art Couture“ und spektakuläre Blumen-Mosaike in den Sanitärräumen bereichern die Hotel-Szenerie.

Das hier beschriebene J Hotel gehört zur chinesischen „Holding Jinjiang International“ mit Sitz in Shanghai. Das Unternehmen ist in Staatsbesitz und gilt als Chinas größter Betreiber von Hotels. Die Gruppe ist nach eigener Aussage Eigentümer und Betreiber von weltweit 1.566 Hotels. Hiervon entfallen 382 auf Standorte außerhalb China. An der bekannten US-Hotelkette Radisson hält Jinjiang eine Mehrheitsbeteiligung. Der Umsatz der Holding belaufe sich auf 8,688 Milliarden US-Dollar.

Ein rotierender Turm

Die charakteristische Fassade des Gebäudes hat den Grundriss eines abgerundeten Dreiecks. Die spektakuläre Gebäudehülle, die sich wie eine rotierende Spirale nach oben bewegt, wurde von dem amerikanischen Architekturbüro Gensler entworfen, von dem Fliesen und Platten bereits an anderer Stelle berichtetet hat. Das Konzept für das Interior Design lag in den Händen der Bilkey Linas Design.

www.sicis.com

Blicke ins „J Hotel“