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Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat grünes Licht gegeben: Bis 2014 stehen jährlich 1,5 Milliarden Euro für die KfW-Programme bereit. (Foto: s.media / pixelio.de)

2012-03-22T00:00:00Z Milliarden für die Gebäudesanierung

Konjunkturmotor mit hoher Energieeffizienz: Nachdem der Haushaltsausschuss grünes Licht für die CO2-Gebäudesanierungsprogramme gegeben hat, stehen bis einschließlich 2014 insgesamt 4,5 Milliarden Euro für die entsprechenden Kfw-Programme zur Verfügung. Das freut auch die Bauwirtschaft. (Foto: s.media / pixelio.de)

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Donnerstag (22. März) die Mittel für die CO2-Gebäudesanierungsprogramme für 2012 in voller Höhe freigegeben. Damit stehen dieses Jahr und bis 2014 jährlich 1,5 Milliarden Euro für die KfW-Programme bereit. Das schreibt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in einer Pressemitteilung.

"Damit haben wir eine unserer Kernforderungen erfolgreich in Berlin durchgesetzt", kommentiert der Präsident des Baugewerbeverbandes Westfalen, Walter Derwald, das Ergebnis im Haushaltsausschuss. Den Beschluss, die energetische Gebäudesanierung mit 1,5 Milliarden Euro jährlich zu fördern, hatte die Bundesregierung bereits Ende vergangenen Jahres gefasst, ruft der Verband mit Sitz in Dortmund in seiner Pressemitteilung in Erinnerung. "Vor Wochen hieß es, es könnten nur noch 900 Millionen Euro bereit gestellt werden" so Derwald. Gegen die Kürzung der Haushaltsmittel um 600 Millionen Euro seien die Bauverbände im Land und im Bund Sturm gelaufen. Mit Erfolg, wie der Baugewerbeverband Westfalen nun schreibt.

Wichtiger Baustein der Energiewende

Die Gebäudesanierung sei ein wichtiger Baustein der Energiewende, betont Bundesminister Peter Ramsauer in einer Pressemitteilung aus seinem Hause. Durch das grüne Licht des Haushaltsausschusses könnten die Förderprogramme mit vollem Schwung weiterbetrieben werden. "Das sind gute Nachrichten: Für Haussanierer, Bauwirtschaft und Klimaschutz", sagt Ramsauer. "Wir setzen mit der Gebäudesanierung weiterhin erfolgreich auf freiwillige Anreize."

Für Haussanierer bietet die KfW-Bank mit Hilfe der Bundeszuschüsse zinsverbilligte Kredite und Zuschüsse für Investitionen in energieeffizientes Bauen und Sanieren. Gefördert werden Einzelmaßnahmen ebenso wie Komplettsanierungen und Neubauten, solange ein bestimmter Standard über dem rechtlich vorgeschriebenen Niveau erreicht wird. Die Fördersumme richtet sich nach dem Maß dieser Überschreitung des Notwendigen; nach "Effizienzhaus"-Maßstäben.

Sanierungsprogramme als Konjunkturmotor

Rund 40 Prozent der Energie wird in Deutschland durch den Gebäudebereich verbraucht, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundes-Bauministeriums. Zugleich tragen Gebäude demnach zu etwa 30 Prozent zum CO2-Ausstoß bei. Seit 2006 haben die Förderprogramme die energieeffiziente Sanierung bzw. Errichtung von fast 2,7 Millionen Wohnungen unterstützt und private Investitionen von rund 94 Milliarden Euro angestoßen, heißt es weiter. Damit sind die Sanierungsprogramme auch ein kräftiger Konjunkturmotor.

Auch die Umweltbilanz könne sich sehen lassen: Die Menge der pro Jahr eingesparten Energie entspricht etwa der Energieproduktion von zwei Kernkraftwerken, schreibt das Ministerium. Zugleich werde jedes Jahr der Ausstoß von gut 5,2 Millionen Tonnen CO2 vermieden.

Verhandlungen zur zusätzlichen steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung

Hermann Schulte-Hiltrop, Hauptgeschäftsführer des Baugewerbeverbands lobt die intensive Lobbyarbeit der Innungsverbände: "Ohne Bundeszuschüsse für Investitionen in energieeffizientes Bauen und Sanieren kann Deutschland seine Klimaschutzziele unmöglich stemmen." Nun müsse in Berlin endlich auch eine Entscheidung über die im Vermittlungsausschuss festgelaufenen Verhandlungen zur zusätzlichen steuerlichen Förderung der Gebäudesanierung gefällt werden, fordert der Baugewerbeverband.

"Bessere Abschreibungsmöglichkeiten der Gebäudesanierung, das ist unsere Kernforderung an die Parteien im Landtagswahlkampf. Die neue Landesregierung muss die festgefahrenen Verhandlungen zwischen Bund und Ländern mutig anstoßen", fordert Schulte-Hiltrop die Parteien in Nordrhein-Westfalen auf.

Kfw: Förderprogramme für Energieeffizientes Bauen und Sanieren

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zuletzt editiert am 11. März 2021
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