Auf einer Tageszeitung liegen ein Smartphone und eine Brille.
Print und online werden in der Baubranche gleichermaßen als Informationsquelle genutzt. Quelle: Pixabay

Aktuell

30. March 2021 | Teilen auf:

Messe oder Newsletter? Wie die Baubranche kommuniziert

Der „Traditionalist“, der „Print-Affine“ oder die „Sozial-Interaktive“:  Wie Handwerker am liebsten mit Kunden und Kollegen kommunizieren und sich informieren, hat eine neue Studie in verschiedene Typen eingeteilt.

Die Baubranche ist stark von traditionellen Kanälen und Plattformen geprägt: Man informiert sich auf Messen und Veranstaltungen, berät Kunden im persönlichen Kontakt und liest Fachartikel zur Weiterbildung. Aber Internet und Social Media spielen natürlich auch eine Rolle – wie sehr, hat eine neue Studie des Beratungsunternehmens BauInfoConsult untersucht. Im „Kommunikationsmonitor“ wurden das Kommunikationsverhalten und die Mediennutzung von 601 Verarbeitern und Architekten erfragt.

Ein Ergebnis der Studie bestätigt, was viele, die beruflich mit dem Bau zu tun haben, aus eigener Erfahrung kennen: Die Berufsgruppen aus der deutschen Bau- und Installationsbranche pflegen und schätzen die herkömmlichen Wege und Austauschformen von beruflich relevanten Informationen. Gleichzeitig kommt Bewegung in die Sache, Internet und Social Media werden wichtiger.

Vier Kommunikationstypen

BauInfoConsult hat in der Studie festgestellt, dass persönlicher Austausch, gedruckte Medien, digitale Medien und sozial-interaktive Medien alle mehr oder weniger von den meisten Bauprofis genutzt werden. Allerdings gibt es Vorlieben – daraus hat das Beratungsinstitut vier Kommunikationstypen zusammengestellt:

  • Die „Traditionalisten“: Für sie ist persönliche Informationsvermittlung über geschäftliche Kontakte sehr wichtig. Aber nur für die extremen Traditionalisten zählen persönlich bezogene Informationen als einzige Quelle. Am wichtigsten ist das Kontaktnetzwerk für Liefer- und Preisinformationen, aber auch für die Fragen nach konkreten Erfahrungen mit dem Produkt.
  • Die „Print-Affinen“: Sie sind die „Gewohnheitstiere“ der Branche, die gerne gedruckte Informationen in die Hand nehmen. Die klassischen, ausführlichen Print-Infos wie Normen, Vorschriften oder detaillierte Produktinformationen sind allerdings auch für andere Typen wichtig.
  • Die „Digitalen“: Jeder zweite Bauakteur gehört mittlerweile zur Gruppe der Digitalen, für die das schnelle und ausführliche Internet Informationsmedium Nummer eins ist. Es wird von ihnen für alle Arten von Informationssuche genutzt.
  • Die „Sozial-Interaktiven“: Diese Gruppe nutzt Social Media, Plattformen und Kommunikationsapps intensiv und bezieht ihre Informationen am liebsten von dort. Sie bildet seit Jahren nur eine Art „digitale Speerspitze“ der Branche. Allerdings sind sie nicht die einzigen, die die sozialen Netzwerke am Bau beruflich einsetzen: Mittlerweile werden sozial-interaktive Medien von nicht wenigen Bauprofis täglich genutzt. Wichtiger als für gezielte Informationsrecherchen nach bestimmten Themen sind in diesen Plattformen interessante „Zufallsfunde“ im Social Media-Thread.

Diese vier Typen kommen selten in reiner Form vor. Gerade bei Produktentscheidungen gibt es extreme Mischformen: Die meisten Bauprofis nutzen hier die entgegengesetzen Pole „perönlicher Kontakt“ und „anonyme Informationen aus dem Internet“.

Bauinfoconsult.de