Cersaie 2013 Logo
Fliesen aus Italien, wie sie auch während der Cersaie 2013 vorgestellt wurden, erzielen auf dem deutschen Markt den höchsten Preis pro Quadratmeter. (Logo: Cersaie)

2013-07-09T00:00:00Z Marktzahlen: Italienische Fliesenhersteller

Carlo Cit von der Hansa Unternehmensberatung präsentierte im vorletzten FLIESEN & PLATTEN-Newsletter Zahlen für italienische Fliesen auf dem deutschen Markt. Nun liefert er detailliertere Zahlen zum Preisunterschied bei deutschen und italienischen Produzenten. (Logo: Cersaie)

Danach haben sich bei den Italienern die Erlöse seit 2010 um 8,7 Prozent verbessert, während die Verkaufspreise der deutschen Fliesenindustrie im gleichen Zeitraum um 1 Prozent sanken.Die italienischen Werke exportierten im 1. Quartal 10.380.508 Quadratmeter Wand- und Bodenfliesen nach Deutschland.

Die italienischen Produzenten erzielten dabei laut Hansa Unternehmensberatung einen Durchschnittserlös von 13,43 Euro pro Quadratmeter. Dies ist laut Hansa-Geschäftsführer Carlo Cit der höchste Durchschnittswert pro Quadratmeter, den in- und ausländische Produzenten im deutschen Markt im 1. Quartal 2013 erzielt haben.

Wenn man die Frachtkosten berücksichtigt, die in den Durchschnittserlösen der deutschen Werke enthalten sind, liegt die Differenz zu den Preisen der deutschen Hersteller bei rund  5,00 Euro pro Quadratmeter. Zudem haben sich bei den italienischen Herstellern die Erlöse im selben Zeitraum um 8,7 Prozent verbessert, und dies noch auf einem viel höheren Preisniveau. Die folgende Tabelle zeigt die Durchschnittserlöse, die die italienischen Hersteller pro Quadratmeter im deutschen Markt erzielen :

2010 12,54 € ab Werk 2011 12,77 € ab Werk 2012 13,63 € ab Werk 1 – 3/2013 13,43 € ab Werk

Laut Carlo Cit haben dagegen die Mitglieder des Deutschen Industrieverbandes Keramische Fliesen + Platten e.V. im Inland seit 2010 folgende Durchschnittserlöse pro Quadratmeter erzielt:

2010 9,49 € franko 2011 9,47 € franko 2012 9,39 € franko 1 – 5/2013 9,41 € franko

 

Die Verkaufspreise der deutschen Fliesenindustrie sind danach, trotz Kostensteigerungen, um 1 Prozent gesunken.

Laut Cit haben die Italiener frühzeitig Konsequenzen gezogen und sich ganz bewusst aus der Billig-Preisschiene verabschiedet. Etwa 80 Prozent der Produkte, die die Italiener im deutschen Markt absetzen, sind hochwertiges Feinsteinzeug, nur knapp 20 Prozent sind Steingut. „Den Preiskampf, der im Segment Steingut und insbesondere im Format 30/60 Zentimeter und in ähnlich großen Formaten herrscht, machen die Italiener schon lange nicht mehr mit“, so Carlo Cit.

Der Unternehmensberater geht davon aus, dass sich die Preissituation im Winter noch verschärfen wird. Bis auf Deutschland, Österreich und die Schweiz geht in allen anderen europäischen Ländern der Fliesenabsatz schon seit längerer Zeit und zum Teil exorbitant (Italien und Spanien) zurück. Diese Situation wird sich laut Cit negativ auf das Preisgefüge auswirken, denn es werde mehr produziert als der Markt verkraften könne.

Aktuelle Zahlen zu italienischen Fliesen auf dem deutschen Markt

www.hansa-hh.de

zuletzt editiert am 11. März 2021