Der italienische Fliesenhersteller eröffnet in einer historischen Location einen neuen Showroom. Die Räumlichkeiten dienen als Bühne für die großen Produkttendenzen und als Plattform für den Austausch mit Planern und Fachleuten.
Die neue Ausstellung befindet sich in Kuglegården, einem historischen Komplex, der kürzlich modernisiert wurde und heute zu den wichtigsten Zentrallagen für Design, Architektur und zeitgenössische Kreativität zu zählen ist. In dieser Location verbinden sich Tradition und modernes Design, was den Austausch von Fachleuten, Unternehmen und Architekten fördert.
„Kopenhagen ist heute eines der führenden internationalen Zentren für zeitgenössisches Design und Designkultur“, so der Managing Director der Gruppe Marazzi Leonardo Tavani. „Mit dieser Neueröffnung stärken wir die Präsenz der Marazzi in den nordischen Ländern und bieten Kunden, Partnern und Fachleuten eine Plattform zur Entdeckung unserer Kollektionen, Technologien und Anwendungsmöglichkeiten unserer Keramik.“
Großformate vom Boden bis zur Möbelfront
Die neue Ausstellung vermittelt Keramik als architektonisches Element, das Oberflächen, Raumvolumen und Atmosphäre gestaltet. Die Struktur des Showrooms entfaltet sich als Abfolge von Bereichen, die großformatige Platten, haptisch erlebbare Oberflächen und dekorative Lösungen miteinander verbindet. Zu den zentralen Anwendungen des Projekts zählt der Küchenbereich. Die mittige Insel und die Wandelemente sind aus großformatigen Platten der Kollektion „The Top Stone Look“ in der Ausführung „Silver Root White“ gearbeitet. Die Maserung des Materials harmoniert mit dem Bodenbelag der Kollektion „Slow“ in Sichtbeton-Optik.
Dank der großformatigen Fliesen und Platten entwickelt sich die Keramik zu einem vielseitigerem Material, das sich für Böden und Wände ebenso eignet wie für Küchenarbeitsplatten, Tischflächen und Möbel, so der Hersteller.
Kleinformatig mit Farbnuancen
Ein weiteres, charakteristisches Highlight der Ausstellung ist die Kollektion „Terramater“ aus der „Crogiolo“-Linie. Die Produkte werden auf Highend-Fertigungsstraßen produziert und weisen ein stark handwerkliches Aussehen auf. Die Fliesen werden nach Aussage des Unternehmens mit italienischen Ausgangsstoffen hergestellt und bestehen zu 60 Prozent aus recycelten Materialien. Hierbei kommen auch spezielle Glasuren zum Einsatz, die während der Sinterung mit dem Scherben so verschmelzen, das Oberflächen von großer Tiefenwirkung und nuancierter Farbsättigung erzeugt werden. Das Programm in intensiven Farben und modularen Formaten – in 37,5 x 37,5 und 9,1 x 37,5 sowie 18,6 x 37,5 Zentimetern – werden durch dreidimensionale Strukturen wie „Ritmo“ und „Losanga“ ergänzt. Das Programm „Crogiolo“ interpretiert die keramische Ästhetik der 70er-Jahre in einer zeitgemäßen Lesart.
Damals Kanonen – heute Keramik
Die seit 1741 bestehende Anlage Kuglegården auf der Inselgruppe Holmen in Kopenhagen diente lange Zeit als Arsenal für die Lagerung von Kanonenkugeln. Im Jahre 2022 wurde das Quartier nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder eröffnet.
