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Referent Dirk Heidrich beim Vortrag (Alle Fotos: LIV Baden-Württemberg)

2015-06-08T00:00:00Z LIV BW: „Unternehmensführungsseminar und Sachverständigentagung“ gekoppelt

Als Pilotprojekt organisierte das Berufsförderungswerk Fliesen erstmals eine gemeinsame Veranstaltung von Unternehmern und Sachverständigen. Das Projekt fand an zwei Veranstaltungstagen Mitte April in der Landeshauptstadt in Stuttgart statt. (Alle Fotos: LIV Baden-Württemberg)

Mit insgesamt 53 Teilnehmern fand im April in Stuttgart die Veranstaltung des Landesinnungsverbands Fliesen Baden-Württemberg statt, die erstmals das Unternehmensführungsseminar und die Sachverständigentagung koppelte.
Das Programm wurde sowohl für die Sachverständigen , als auch für die Unternehmer vom Technischen Ausschuss und der Vorstandschaft des Landesinnungsverbands (LIV) ausgesucht.

Bernd Stahl , Vorsitzender des Technischen Ausschusses, leitete die Sachverständigentagung. In seinem Bericht aus dem Technischen Ausschuss in Berlin informierte er seine Kollegen über zahlreiche Neuigkeiten. So ging er auf die DIN 18040 Barrierefreies Bauen ein, die seit der neuen Landesbauordnung vom 01. März 2015 auch für die Fliesenleger zu berücksichtigen ist. Die neue DIN 18065 Treppen, die beiden Fachinformationen „Schnittstelle Bad“ und „Wasserrückstände auf gefliesten Böden“, die derzeit noch in Bearbeitung sind, sowie die neue „Fachinformation zementäre Fugen“, die beim LIV erarbeitet wurde, waren weitere Themen. Stahl wies auf die kommende Innovationstagung Ausbau Fliesen am 19. Februar 2016 hin, bei der das Thema Fugen einen Teil des Programms ausfüllen wird.

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Dr. Andreas Frost (links) mit Bernd Stahl

„Beweisbeschluss“ beim Gerichtsgutachten

Jurist Dr. Andreas Frost aus Reutlingen informierte über das Thema „ Der Beweisbeschluss- das zentrale Thema eines Gerichtsgutachtens “. Aus der Zivilprozessordnung erläuterte er die wichtigen Paragrafen und gab Tipps für die Vorgehensweise der Sachverständigen bei Gericht. Dirk Heidrich , Fliesenlegermeister und Sachverständiger aus Zernitz-Lohm, referierte zum Thema Schwimmbadbau . Als Unternehmer hat er sich auf Schwimmbadbau spezialisiert und gab in einem ausführlichen Vortrag seine Erfahrungen den Kollegen aus Baden-Württemberg weiter. Der Technische Ausschuss des LIV hatte außerdem das Thema Trockenbau ausgesucht. Über die Möglichkeiten technischer Ausführungen von Trockenbau-Konstruktionen informierten Jens Franchois und Alexander Baisch von der Knauf Gips KG . Zum Abschluss des ersten Seminartages berichteten einzelne Sachverständige über Schadensfälle, die im Kreise diskutiert wurden. Für die Unternehmer leitete Geschäftsführer Dieter Diener das Seminar. Rechtsanwältin Barbara Schinkel von der Bauwirtschaft Baden-Württemberg , zuständig für die Abteilung Arbeits-, Sozial-und Tarifrecht legte den Schwerpunkt auf personalrechtliche Themen. Fragen, die aus dem Alltag des Fliesenlegers an sie herangetragen wurden, fasste sie in einen Vortrag zusammen. Franz-Josef Gomolka aus Weissach-Flacht hielt einen Impulsvortrag zur persönlichen und unternehmerischen Neuausrichtung unter dem Motto „Reserven erkennen und Potentiale entwickeln“.

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Sichten der Materialien bei den Sachverständigen

Tipps zur aktiven Auszubildenden-Suche

Vincent Wilmink von der Firma Punktmacher aus Essen gab den Teilnehmern Tipps, wie sie dem Fachkräftemangel aktiv entgegenwirken können. Die langfristige Bindung von Auszubildenden und Arbeitnehmern an die Unternehmen war ein Beispiel. Das Überdenken der eigenen Kommunikation mit seinen Mitarbeitern, Werbung des Unternehmens, Marketingstrategien und weitere hilfreiche Tipps, gab er den Unternehmern mit auf den Weg.

Der zweite Seminartag wurde gemeinsam für Unternehmer und Sachverständige gestaltet. Rechtsanwalt Rainer Mang , Ansprechpartner bei der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V. für Wirtschaftsrecht und Unternehmensführung, informierte die Teilnehmer über das neue Bauvertragsrecht, Bauverträge mit Verbrauchern und was der Unternehmer dazu wissen muss. Dipl.-Ing. Manuela Schwörer , Leiterin der Abteilung Unternehmensführung, Organisation und Finanzen in der Geschäftsstelle der Bauwirtschaft in Freiburg, referierte über den Aufbau der Kalkulation und zeigte den Stundenverrechnungssatz anhand einer Musterberechnung auf. Lebhafte Diskussionen und Fragen an beiden Tagen zu allen Themen bestätigten den Referenten, dass die ausgesuchten Vorträge auf großes Interesse stießen.

www.fliesen-bw.de

zuletzt editiert am 11. März 2021
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