Georg Hiltner, Werner Rottler und Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut mit dem Förderbescheid Quelle: Leif Piechowski – WM
Landeswirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut überreichte Kammerpräsident Werner Rottler (Mitte) und Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner den Förderbescheid über 47.500 Euro. Quelle: Leif Piechowski – WM

Betrieb

28. August 2021 | Teilen auf:

„Kümmererstelle“: Nachwuchsförderung und Integration in einem

Baris Abak ist der „Kümmerer“ bei der Handwerkskammer Konstanz: Er stellt Kontakte zwischen Geflüchteten und Ausbildungsbetrieben her. Seine Aufgabe wird jetzt vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium gefördert.

Als Kümmerer ist Baris Abak nicht nur für den ersten Kontakt zuständig – er ist während der gesamten Ausbildungszeit der Ansprechpartner für die Geflüchteten und die Betriebe. 50 Kümmerer gibt es in Baden-Württemberg, rund 2.900 Geflüchtete sind seit 2016 in Ausbildung gebracht worden. „Herr Abak ist hier besonders engagiert“, betonte Landeswirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, die der Handwerkskammer Konstanz im Rahmen ihrer Ausbildungsreise einen Förderbescheid über 47.500 Euro für die Kümmererstelle überreichte.

Acht Prozent der Azubis mit Flüchtlingshintergrund

Handwerkskammerpräsident Werner Rottler und Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner bedankten sich für das Vertrauen und betonten die Wichtigkeit der Kümmererstelle. „Acht Prozent unserer Auszubildenden haben mittlerweile einen Flüchtlingshintergrund, viele benötigen während der Ausbildung Unterstützung, um die Prüfungen zu schaffen. Dabei ist die Sprache nach wie vor die größte Hürde“, berichtete Rottler.

Durch die Coronakrise und den häufigen Fernunterricht seien die Herausforderungen für Geflüchtete noch größer geworden, ergänzte Kammer-Hauptgeschäftsführer Georg Hiltner. „Wir müssen weiter dranbleiben. Deshalb werden wir auch den Grundlagenunterricht aus dem vom Land geförderten Programm ‚Fit in der Ausbildung‘ wieder in unseren Bildungshäusern anbieten“, so Hiltner.

Der „Kümmerer“ für Geflüchtete, Zugewanderte und Handwerksbetriebe ist Teil des Projekts „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“, das vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium gefördert wird. Der Schwerpunkt liegt in der Region Schwarzwald-Baar und Konstanz, Betriebe aus anderen Landkreisen können die kostenfreie Unterstützung aber ebenfalls in Anspruch nehmen. Baris Abak ist erreichbar unter der Telefonnummer 07721/9988 17 oder per E-Mail an baris.abak@hwk-konstanz.de.

www.hwk-konstanz.de