Im Bauwesen werden enorme Mengen an Ressourcen verbraucht – das ist weder nachhaltig noch zukunftsfähig. Wie die Baubranche in eine ökologische Kreislaufwirtschaft einsteigen kann, vermittelt eine Online-Seminarreihe des Vereins Natureplus. (Foto: Harry Strauss/Pixabay)
In Deutschland sind laut Natureplus 54 Prozent des gesamten Abfallaufkommens Bau- und Abbruchmaterialien und gut 50 Prozent der entnommenen Rohstoffe Baumineralien. Hier heißt die Aufgabe: Rohstoffeinsatz reduzieren, Bauprodukte wiederverwenden und Reststoffe hochwertig recyceln. Welchen Beitrag Baustoffe dazu leisten können und welche Anforderungen Baumaterialien künftig – auch mit Blick auf das Klimaschutzgesetz der EU – erfüllen müssen, diskutieren ab dem 24. Juni 2020 Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft, des Bundesumweltministeriums, von Herstellern sowie Fachpolitiker und das Publikum in fünf Online-Seminaren. Offizielle Partnerin ist die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB).
Rohstoffe, Ressourcenwende und die Politik
Im ersten Online-Seminar am 24. Juni sprechen Annette Hillebrand, Architektin und Professorin an der Bergischen Universität Wuppertal, und Dr. Anna Braune, Abteilungsleiterin Forschung und Entwicklung der DGNB, über das Thema Urban Mining: die Stadt als Lager wiederzuverwertender Rohstoffe.
In den vier weiteren etwa einstündigen Veranstaltungen geht es um eine neue Perspektive auf das Bauen mit einer Ressourcenwende und welche politischen Entscheidungen dafür nötig sind. Außerdem werden Ansätze und Beispiele der Kreislaufwirtschaft und der Produktentwicklung von kreislauffähigen Baustoffen gezeigt.
Die Online-Seminare können einzeln oder zusammen gebucht werden, eine Anmeldung ist auch kurzfristig möglich. Ein einzelnes Online-Seminar kostet 40 Euro, die komplette Reihe 100 Euro. Mitglieder und Partner von Natureplus sowie Studierende erhalten bis zu 50 Prozent Nachlass.
Programm und Anmeldung finden sich auf der Seminarseite.
