Mit "VacuSoft" hat der Dämmstoff-Hersteller Isover ein neues Computerprogramm entwickelt, das die Planung von Vakuum-Dämmlösungen vereinfachen soll. Die kostenfreie Software ermittelt die erforderliche Menge an VacuPads und macht einen Verlegevorschlag für eine optimale Ausnutzung der Flächen. (Foto: Isover)
Eine Vakuum-Dämmung erfordert ein gewisses Know-how bei der Verarbeitung und eine genaue Planung, schreibt Isover. Denn VacuPad-Dämmplatten können, anders als herkömmliche Dämmstoffe, nicht zugeschnitten werden, da sonst der Vakuumkern zerstört würde. Das neue Planungstool "VacuSoft" soll Planern und Verarbeitern das Ausarbeiten eines optimalen Verlegeplans erleichtern.
Die Herausforderung dabei ist laut Hersteller, einen möglichst großen Anteil der zu dämmenden Fläche mit Vakuum-Isolations-Paneelen abzudecken. Zudem sollte die Anordnung der Platten unter bauphysikalischen Gesichtspunkten möglichst sinnvoll gewählt werden: Sie sollten insbesondere die Flächen mit hohem Wärmebrücken-Risiko abdecken, also die Randbereiche sowie die an Fenster und Türen angrenzenden Bereiche. Kleinere Ergänzungsflächen, die nicht mit VacuPad-Elementen abgedeckt werden können, lassen sich problemlos mit herkömmlichen zuschneidbaren Materialien dämmen, so Isover
Schnell und einfach zu bedienen
Das Programm "VacuSoft" ist einfach zu bedienen, verspricht der Anbieter. Es folge dem bekannten Eingabemuster branchenüblicher Konstruktions-Software und benötige nur eine minimale Eingewöhnungszeit. Nach Eingabe der geometrischen Eckdaten der zu dämmenden Fläche errechnet das Programm, wie viele VacuPads in welchem Format benötigt werden und unterbreitet einen Vorschlag für die Anordnung der Paneele. Zudem ermittelt das Tool die Größe der Ergänzungsfläche, die mit anderen, zuschneidbaren Dämmstoffen gedämmt wird.

"VacuSoft" gibt zudem an, wie viel Prozent des Bauteils mit Vakuum-Dämmelementen abgedeckt werden. Diese Information wird für die Berechnung des U-Wertes mit einem Wärmebrückenprogramm benötigt.
Das Ergebnis wird übersichtlich dargestellt und kann ausgedruckt oder als PDF-Datei abgespeichert werden, heißt es in der Programm-Beschreibung. Der Verlegevorschlag diene jedoch als Orientierung und sei vom Planer kritisch zu prüfen, da das Programm nicht in jedem Fall alle Gegebenheiten am (Bestands-)Bau optimal berücksichtigen könne.
Dämmtechnik einer neuen Generation
VacuPad-Modernisierungsplatten bieten Lösungen für Einsatzbereiche, bei denen konventionelle Dämmkonstruktionen aus Platzmangel nicht infrage kommen, schreibt der Hersteller Isover. Raumsparende Innendämmung von Außenwänden im denkmalgeschützten Altbau, Dämmung im Steildach oder im Keller bei geringen Raumhöhen, in Heizkörpernischen oder Fensterlaibungen: mit ihrer minimalen Konstruktionsdicke sollen die Paneele auch bei extrem begrenztem Raum einen sehr guten Wärmedämmeffekt erzielen. Die Isover-Produkte haben laut Hersteller eine Wärmeleitfähigkeit von 0,007 W/mK und damit den derzeit besten Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit.
Isover schult Verarbeiter
Da sowohl die Planung als auch die Verlegung einer Vakuumdämmung anspruchsvoller als eine konventionelle Dämmung sind, werden "VacuPads 007" von Isover nur in die Hände von geschulten und zertifizierten Handwerksbetrieben gegeben. Dies soll für größtmögliche Sicherheit bei allen Beteiligten sorgen. Die Schulung der Fachhandwerker wird ausschließlich durch Isover vorgenommen. VacuPad 007 ist erhältlich über ausgewählte Fachhändler, die unter www.daemmstoffprofi.de zu finden sind.
Für die technische Beratung steht Planern und Verarbeitern zudem kostenfrei die technische Hotline von Isover Dialog zur Verfügung, Telefon: 0621 501 200, E-Mail: dialog@isover.de.