Michel Debus aus Hessen und Björn Bohmfalk aus Niedersachsen lieferten sich beim diesjährigen Bundesleistungswettbewerb der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger in Bad Segeberg ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende setzte sich Bohmfalk mit 93,0 durch. Debus lag als mit 90,7 Punkten nur knapp dahinter. (Foto: FLIESEN & PLATTEN)
Aufgabe war es in diesem Jahr, den Teilabschnitt eines Badezimmers zu "sanieren". Dabei waren sowohl moderne Arbeits- und Schnitttechniken als auch traditionelle Handwerkskunst anzuwenden. Eine Wand plus der mit Hartschaumplatten zu erstellende "Waschplatz" wurden im Dünnbettverfahren ausgeführt, die zweite Wand im Dickbett angesetzt und der Boden frisch in frisch verlegt. Der Fugenschnitt musste durchlaufend angelegt werden. Besondere Schwierigkeiten waren zum einen ein Muster auf Spiegelhöhe mit Schrägschnitten, zum anderen ein Muster auf dem Waschplatz, das auch Rundschnitte erforderte.

Die Beurteilung der drei Wertungsrichter, Karl-Heinz Beyer (Vellmar), Bernd Holger Richter und Stephan Rumberger (beide Neumünster), erfolgte nach weitgehend objektivierbaren Kriterien. Insgesamt waren 100 mögliche Punkte zu erringen. So waren zum Beispiel für die Schnitte für das Spiegelmuster maximal 18 und die Schnitte für das Muster am Waschplatz maximal 16 Punkte zu vergeben. Beim Fugengleichmaß und für den Gesamteindruck waren jeweils 10 Punkte zu erringen.

Letztlich hatte Debus geringe Abzüge für die Ebenheit am Boden und die Flucht der Abschlussschräge an den Wänden zu verzeichnen. Diese Nuancen bescherten Bohmfalk am Ende den Sieg.
Als dritter Bundessieger ging Kevin Raabe mit 82,3 Punkten aus dem Wettbewerb hervor. Die Arbeiten der übrigen fünf Teilnehmer fielen demgegenüber deutlich ab.
Ausführlich wird FLIESEN & PLATTEN in der Januar-Ausgabe, die am 21. Dezember erscheint, über den Bundesleistungswettbewerb berichten.