Das Konjunkturbarometer 2023 zeigt, wie es der Branche geht: Nach den vorangegangenen Krisen ist die weitere Verschlechterung des Gesamtwerts des Fliesen-Unternehmer-Index (FUx) von 2,02 auf 2,56 gut nachvollziehbar.
Jedes Jahr fragen wir unsere Leserinnen und Leser nach ihrer Einschätzung zur Geschäftslage des vergangenen und kommenden Jahres. Im Konjunkturbarometer werden die Daten ausgewertet und im Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen aufgearbeitet.
2023 haben sich die gedämpften Erwartungen des vorherigen Jahres bewahrheitet. Doch auch, wenn die Zwei vor dem Komma gehalten wurde: Mit einem Wert von 2,56 ist der FUx weiter gefallen (2022: 2,02).
Das aktuelle Konjunkturbarometer können Sie in ganzer Länge in der Ausgabe 03/2024 lesen. Sie haben kein Abo?: Wir haben verschiedene Varianten für Sie im Angebot, darunter ein Mini-Abo mit zwei Ausgaben zum Testen. Zudem besteht die Möglichkeit, Einzelhefte über unseren Kundenservice zu bestellen.
„Dabei mangelt es nicht an Aufgaben, sondern an Aufträgen.“
Wolfgang Schubert-Raab, Präsident Zentralverband Deutsches Baugewerbe

Die Auswirkungen betreffen nicht nur die allgemeine Geschäftslage, denn direkt im Zusammenhang dazu stehen auch die Auslastung der Unternehmen und der Umsatz. Aber auch die Investitionen und weitere Beschäftigung von Mitarbeitenden und Auszubildenden. 2023 beschäftigte beispielsweise noch knapp die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen (49,3 Prozent) Auszubildende. Die Mehrheit bildeten dabei die großen Betriebe, von denen 80,0 Prozent noch ausbildeten, gefolgt von den mittleren (66,7) und kleinen (20,0). Für 2024 sehen die Pläne jedoch ganz anders aus: Nur noch 20 Prozent der teilnehmenden Unternehmen möchte Azubis einstellen, 55 Prozent sagten deutlich „Nein“ und 25 Prozent sind noch unentschlossen. Auf die Betriebsgrößen verteilt (s. Abbildung), ergibt sich folgendes Bild: Bei allen hat sich die Bereitschaft so gut wie halbiert. Nur noch 46,7 Prozent der großen Betriebe planen, Auszubildende einzustellen, bei den mittleren sind es noch 29,2 Prozent und bei den kleinen Firmen lediglich noch zehn Prozent.

Bei denjenigen, die investieren wollen, hat sich die Mehrheit mit 33,3 Prozent für Anschaffungen im Bereich Geschäftsräume ausgesprochen. Ausgaben für Büroausstattung und EDV folgen mit 29,2 Prozent auf Rang zwei, vor Werkzeugen und Maschinen mit 25,0 Prozent. 2022 noch Spitzenreiter der geplanten Investitionen, bildet der Fuhrpark mit 12,5 Prozent (2022: 36 Prozent) nun das Schlusslicht.

Wie die Prognosen für das Jahr 2024 der Unternehmen insgesamt aussehen und was die Betriebe im Jahr 2024 erwarten, erfahren Sie in dem Bericht zum Konjunkturbarometer 2023 in Ausgabe 3. Außerdem bekommen Sie einen Überblick, wie die Umfrage der vergangenen Jahre im Vergleich zur aktuellen Umfrage lief und, wie unsere diesjährige Zusatzfrage beantwortet wurde, in der es um die Digitalisierung im Handwerk geht. Stichworte sind dabei papierloses Büro, digitale Dokumentation (zum Beispiel Berichtsheft, Zeiterfassung, Rechnungsstellung, Aufmaß), digitale Showrooms und die Nutzung von KI.