Das Bild zeigt ein Balkendiagramm zur DGUV-Kampagne 'Kommmitmensch'. Quelle: Civey/ DGUV
Umfrageergebnisse zur Fragestellung: „Spielt in den betrieblichen Unterweisungen (Arbeitsschutzbelehrung) bei Ihrem Arbeitgeber auch der Weg zur Arbeit eine Rolle?“ Quelle: Civey/ DGUV

Betrieb

07. July 2021 | Teilen auf:

„Kommmitmensch“ – Für mehr Verkehrssicherheit auf dem Rad

Das Fahrrad ist ein zunehmend beliebter werdendes Verkehrsmittel. Viele greifen zum Rad aufgrund der Umweltfreundlichkeit und Gesundheitsförderung, dennoch birgt es auch hohe Unfallrisiken. Die Berufsgenossenschaften und Träger der Unfallkassen werben mit ihrer Kampagne „Kommmitmensch“ für mehr Verkehrssicherheit. Diese soll vor allem in den einzelnen Betrieben stärker thematisiert und durch die vorhandenen Angebote des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) bei Beschäftigten häufiger geschult werden.

Die Notwenigkeit der Veränderung bestärken die Institutionen durch eine aktuelle Umfrage mit mehr als 7.500 Teilnehmer*innen. Hierbei geben mehr als die Hälfte aller Befragten an, dass der Weg zur Arbeit bei betrieblichen Unterweisungen zur Sicherheit und Gesundheit keine Rolle spiele. Dass Unternehmen für das Tragen eines Fahrradhelms werben, sagten sogar lediglich 11,8 Prozent. 71,6 Prozent verneinten dies. „Verschenktes Potenzial aus unserer Sicht", meint Gregor Doepke, Leiter der Kampagne „Kommmitmensch" beim Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Er ergänzt außerdem, dass man den Einfluss von Unternehmen auf die Orientierung der Beschäftigten in Bezug auf sicheres und gesundes Verhalten nachweisen kann. „Gerade Führungskräfte haben in diesem Zusammenhang eine Vorbildfunktion. Wenn der Chef oder die Chefin einen Helm aufsetzt, macht das oft mehr Eindruck als jeder noch so gut gemeinte Hinweis.“ Zur Unterstützung von Führungskräften haben die gesetzliche Unfallversicherung und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat deswegen die „Praxishilfe - Sicherheit auf allen Wegen" unter www.praxishilfe-sicherheitaufallenwegen.de bereitgestellt.

Die Entwicklung der Unfälle mit dem Fahrrad ist ein weiteres Argument, warum die sichere Nutzung zum innerbetrieblichen Gesprächsthema werden sollte. Die Zahl der Wegeunfälle mit dem Rad hat in den vergangenen zehn Jahren um mehr als die Hälfte zugenommen. Maßnahmen wie Fahrradaktionstage, das Training „Sicherheit für den Radverkehr", kostenlose Radchecks oder sichere Fahrradstellplätze anzubieten, könnte diesem Trend entgegenwirken und zusätzliche Sicherheit schaffen. „Diese Investitionen lohnen sich", so Kommunikationsleiter Doepke. „Denn weniger Unfälle bedeuten auch geringere Ausfallzeiten."

www.kommmitmensch.de

www.dguv.de