Baugewerbetag Körner Kubicki
ZDF-Moderator Dr. Norbert Lehmann, Karl-Hans Körner, Margit Dietz (Sprecherin der Bauunternehmerinnen im ZDB), Thomas Möbius (Vorsitzender der Vereinigung Junger Bauunternehmer im ZDB) und Wolfgang Kubicki (v.l.n.r.) (Foto: ZDB/Küttner)

2016-11-16T00:00:00Z Körner: „Wir kämpfen für den Meistertitel!“

Karl-Hans Körner, der Vorsitzende des Fachverbands Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, hat auf dem Deutschen Baugewerbetag 2016 in Berlin erneut die Wiedereinführung der Meisterpflicht im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk gefordert. (Foto: ZDB/Küttner)

„Wir kämpfen für den Meistertitel, wir wollen ihn zurück!“ Mit dieser Forderung eröffnete der Vorsitzende des Fachverbands Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Karl-Hans Körner, das Gespräch mit dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP, Wolfgang Kubicki, auf dem Deutschen Baugewerbetag 2016 Anfang November in Berlin. „Wir Fliesenleger sind das beste Negativbeispiel für die Bewertung der Handwerksnovelle aus dem Jahr 2003“, sagte Körner. „Wir haben einen Aderlass erlebt, der stark zu Lasten der Qualität ging“. Die Betriebszahlen seien zwar von rund 13.000 auf über 70.000 Betriebe hochgeschnellt, aber statt rund 4.500 junge Menschen würden nur noch knapp 2.500 pro Jahr ausgebildet, statt 800 Meisterprüfungen gebe es jährlich nur noch 100.

Körner bekam Unterstützung von Kubicki, der im Landtag von Schleswig-Holstein, Vorsitzender der FDP-Fraktion ist. Kubicki wörtlich „Wir sind für den Meisterzwang, da er die Ausbildungsqualität der jungen Menschen sicherstellt. Der Meistertitel ist ein Qualitätsmerkmal, auf das man sich in der Regel verlassen kann!“ Kubicki hatte zuvor zur „Perspektive Deutschland – Was muss sich ändern?“ gesprochen.

Kubicki ist zudem der Meinung, dass junge Menschen bei ihrer Berufswahl wieder verstärkt ihre Neigungen berücksichtigen sollten. „Auch die Schule muss das vermitteln – ebenso wie die Tatsache, dass Handwerk Spaß machen kann und auch gute Verdienstmöglichkeiten bietet.“ Körner forderte in diesem Zusammenhang die Baubranche auf, das Bauen an sich „wertvoller zu machen, eine andere Baukultur zu leben und aufzuzeigen, dass wir gute Rahmenbedingungen mit sicheren Arbeitsplätzen und guten Einkommensmöglichkeiten bereits in der Ausbildung bieten". Weiter sagte er: „Wenn wir das besser darstellen, können wir unser Image verbessern und bekommen den Nachwuchs, den wir wollen und brauchen.“

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zuletzt editiert am 11. März 2021
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