Blick von oben auf die Poollandschaft des Tropicals Islands bei Berlin
Die Köbau GmbH & Co. KG hat sich im In- und Ausland seit 1978 auf Projektgeschäfte mit Großkunden konzentriert. Auch das Erlebnisbad „Tropical Islands“ in der Nähe von Berlin gehörte zu Köbaus Projekten. Quelle: Tropical Islands

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12. April 2021 | Teilen auf:

Köbau Fliesen wird aufgelöst

Die Köbau Fliesen GmbH & Co. KG mit Sitz in Mainz geht in eine geordnete Liquidation. Das Unternehmen ist seit 1978 auf das Verlegen von Wand- und Bodenbelägen sowie Rüttelböden spezialisiert. Die Geschäftstätigkeit von Köbau Fliesen endet zum 30. Juni 2021.

Starker Kostendruck, schwierige Markt- und Wettbewerbsumfelder sowie eine immer weiter steigende Risikoentwicklung im Baubereich, etwa schwieriges Zahlungsverhalten und Facharbeitermangel, seien Gründe für diesen Schritt. Markus Thurn, geschäftsführender Köbig-Gesellschafter, erklärt: „Unsere Entscheidung fiel auf der Basis zweier wesentlicher Gesichtspunkte: einem familiär-gesellschaftlichen und einem unternehmerischen.“ Gesellschafter der Köbau Fliesen GmbH & Co. KG sind die Bau- und Grundstücksgesellschaft Köbig GmbH & Co. KG sowie Markus Thurn. „Wir haben ein defizitäres Deutschland-Geschäft lange Jahre mit den vormals mehreren Gesellschaften im Ausland kompensiert. Hierzulande konnten wir leider keine starke Subunternehmer-Struktur aufbauen. Und unser von Montage- und damit erheblicher Reisetätigkeit geprägtes Geschäft in Übersee ist nunmehr ebenfalls rückläufig und sehr von Corona beeinflusst.“

Einschnitt durch Tod von Stefan Thurn

Die „familiär-gesellschaftlichen Gründe“ für das Beenden der Geschäftstätigkeit seien die Konzentration auf das Kerngeschäft und der Tod des geschäftsführenden Köbig-Gesellschafters Stefan Thurn im letzten Jahr. Der verstorbene Stefan Thurn, ausgebildeter eidgenössischer Fliesenlegermeister und Bankkaufmann, sei „die erfolgreiche Triebfeder des Unternehmens“ gewesen. „Sein Verlust ist weder menschlich noch unternehmerisch zu kompensieren“, sagt Markus Thurn. Er selbst wolle sich auf das Köbig-Kerngeschäft Baustoffhandel konzentrieren.

Nach Firmenangaben werden 13 Mitarbeiter von Köbau sozialverträglich entlassen, ihre Arbeitsverträge allerdings bis zum 30. September dieses Jahres verlängert. Zwei Mitarbeitern aus der Verwaltung sowie einem Mitarbeiter aus der Logistik sei angeboten worden, künftig für die Köbig GmbH zu arbeiten.

Gewährleistungsansprüche können weiter erfüllt werden

Die Bau- und Grundstücksgesellschaft Köbig GmbH & Co. KG stellt als Holding ihrer Tochter Köbau während der Liquidationsphase die notwendigen Mittel im Rahmen einer Patronatserklärung bereit. Alle berechtigten Gewährleistungsansprüche könnten damit für weitere fünf Jahre bedient werden. Markus Thurn: „Wir kommen so der Verantwortung in Sachen Gewährleistung vollumfänglich nach.“ Die Schwestergesellschaft Köbig GmbH mit 600 Mitarbeitern an 13 Standorten stellt bei Bedarf organisatorische und personelle Ressourcen zur Verfügung.

www.koebau.de