Wie kann man Fassaden sowohl funktional, ästhetisch wie auch zugleich wirtschaftlich gestalten? Welche Chancen hier die neue VHF-Lösung im System Knauf Außenwand mit Aquapanel-Technologie bietet, erfuhren Architekten, Fachplaner und Fachunternehmer im Mai beim Knauf „Außenwand-Forum“. (Foto: Knauf)
Mit dem „Gerber“ entsteht in Stuttgart aktuell ein neues Quartier als Bindeglied zwischen nördlicher und südlicher Innenstadt. Auf einem Grundstück von 13.000 Quadratmeter fasst der Komplex Einkaufen, Arbeiten und urbanes Wohnen zusammen. Schon die Fassade zeigt die unterschiedlichen Nutzungen an: Naturstein für den Handel, Glas und Stein für die Büros sowie Naturstein und Putz für das Wohnen. Über dem Einkaufszentrum entstehen Wohngebäude mit zirka 70 Wohnungen, die sich unter anderem als fünf frei stehende Stadthäuser zusammen mit den Geschäftsgebäuden um einen begrünten Hof gruppieren.
Die feinstrukturierten 3.000 Quadratmeter Fassadenflächen dieser Stadthäuser sind mit Scheibenputz Knauf SP 260 beschichtet. Sie standen am 14. Mai im Mittelpunkt des Knauf Außenwand Forums. Bei der Fassade handelt es sich um ein vorgehängtes, hinterlüftetes System in Trockenbauweise – eine neue Variante der Knauf Außenwand mit Aquapanel-Technologie, für dessen Ausführung im Gerber die Lindner Fassaden GmbH (Arnstorf) verantwortlich zeichnet. Bei einer Führung durch die laufende Baustelle stellten Knauf Architektenberaterin Kathrin Sräga und Joachim Urs Müller (Verkaufsleiter Gebäudehülle Süddeutschland bei Hilti) den rund 50 Architekten, Fachplanern und Fachunternehmern das Projekt vor.
Erweiterung um VHF-Komplettlösungen
Beim System Knauf Außenwand kommen alle Komponenten wie die korrosionsgeschützten Profile, Dämmstoffe, Innen- und Außenbeplankungen, Putzsysteme und Zubehör von Knauf. Das System ist realisierbar sowohl als ein- oder vorgestellte Wand – direktbeplankt, beschichtet mit Putz oder Wärmedämm-Verbundsystem. Neu seit 2014 ist die Systemerweiterung um VHF-Komplettlösungen. Damit erhalten Planer und Bauherren die Möglichkeit, vorgehängte hinterlüftete Fassaden zu planen, die aus „einer Hand“ geliefert werden.
Zulassungen und Prüfzeugnisse decken das vollständige System ab. Vom Verankerungsmittel bis zum Oberputz. Hieraus resultiert ein enormer Zeitvorteil für Bauvorhaben (Neubau und Bestand).
Besserer Schallschutz
Dank der Leichtbauweise ergeben sich nicht nur verkürzte Montagezeiten. Das schlanke Knauf Außenwandsystem erhöht darüber hinaus dank geringer Wanddicken die Nutzfläche – und das bei besserem Schallschutz und Wärmeschutz im Vergleich zu einer massiven Konstruktion.
Beim Wohnbauprojekt Attemsgasse in Wien konnte so aufgrund des Flächengewinns eine ganze Wohnung mehr vermarktet werden, wie Gerhard Müller von Baumschlager Hutter beim Knauf Außenwand-Forum in den Räumen der Architektenkammer Baden-Württemberg erläuterte.
Den Aufbau des Systems stellte Michael Weyers von Knauf Aquapanel vor, und die Vorteile des Systems als leichte Konstruktion aus Sicht des Tragwerksspezialistin erläuterte Meike Töllner von Professor Pfeifer und Partner aus Darmstadt.
Unter der Überschrift „Fassadendämmung 2.0 – Nicht brennbar – robust – kreativ“ zeigte schließlich Bernd Knölle, Regionaler Marktmanager bei der Knauf Gips KG, wie durch den Einsatz mineralischer Baustoffe gleichermaßen sichere wie ästhetisch überzeugende Fassaden entstehen.
