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Dr. Boris Tasche, Vorstandsvorsitzender des IVK, sieht den Wachstumstrend vor allem im Exportgeschäft. (Foto: IVK)

2014-09-16T00:00:00Z Klebstoffindustrie: Erneut ein Rekordjahr

Wie im Vorjahr verzeichnete die deutsche Klebstoffindustrie in 2013 eine Steigerung des Gesamtbranchenumsatzes um knapp drei Prozent. Damit hält die Industrie ihre Geschäfte nach eigenen Angaben auf Rekordniveau. (Foto: IVK)

Für das laufende Jahr rechnet Dr. Boris Tasche, Vorsitzender des Industrieverbandes Klebstoffe e. V. (IVK), mit einem organischen Wachstum um bis zu drei Prozent. Grund dafür ist vor allem die Entwicklung im Bau- und Renovierungssektor, begünstigt durch den milden Winter und das anhaltend niedrige Zinsniveau, das für eine ungebrochene Investitionsneigung sorgt. Hinzu kommt ein nach wie vor wachsendes Exportgeschäft – mit einem Marktanteil von 18 Prozent ist die deutsche Klebstoffindustrie Weltmarktführer.

Die Nachfrage nach Klebstoffen entwickle sich konstant positiv, so der Verband. Mit einer produzierten Menge von 877 000 Tonnen Klebstoffe hat die deutsche Klebstoffindustrie im Jahr 2013 erneut die Rekordmarke des Vorjahres geknackt. Die stabile Marktsituation bestätigen auch die 124 Mitgliedsunternehmen des Industrieverband Klebstoffe e. V. (IVK) in einer repräsentativen Konjunkturumfrage.

Absatzsektor Bau treibender Faktor

Besondere Dynamik zeigen die Absatzsektoren Bau und holzverarbeitende Industrie. „Wir profitieren vom sprichwörtlichen Betongold. Der milde Winter und das anhaltend niedrige Zinsniveau kommen unserer Marktentwicklung in Deutschland natürlich zugute“, erklärt Tasche. Der deutsche Markt erziele, so der Vorsitzende weiter, ein Gesamtumsatzvolumen von über 3,5 Milliarden Euro/Jahr.

Ein Vergleich der Entwicklung des Klebstoffbranchenwachstums mit dem des Bruttoinlandsproduktes (BIP) verdeutliche den anhaltend erfolgreichen wirtschaftlichen Erfolg der deutschen Klebstoffindustrie. Im Durchschnitt wachse die Branche um zwei bis drei Prozent stärker als das BIP. Darüber hinaus punktet die deutsche Klebstoffindustrie nach eigenen Abend mit Umsatzzuwächsen im Export – 2,2 Prozent in 2013 und bereits 8,7 Prozent im ersten Halbjahr 2014.

Deutsche Klebstoffe führend auf dem Weltmarkt

Ein weiterer Wachstumstreiber sei nach wie vor das starke Exportgeschäft. Die überwiegend mittelständisch geprägte deutsche Klebstoffindustrie ist international aufgestellt und tätigt aus Deutschland heraus mehr als 1,4 Milliarden Euro Export, wie der Verband weiter mitteilt.

Darüber hinaus bedienen etwa 20 Prozent der deutschen Klebstoffhersteller die Weltmärkte aus ihren Klebstofffabriken außerhalb Deutschlands. Insgesamt steuere die deutsche Klebstoffindustrie einen weltweiten Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro; dies entspricht einem Weltmarktanteil von 18 Prozent.

Weltweit werden mit Klebstoffen, Dichtstoffen und Klebebändern etwa 60 Milliarden Euro pro Jahr umgesetzt.

Negative Wechselkurseffekte, zum Beispiel in Thailand oder Russland, spielen für die deutsche Klebstoffindustrie weiterhin eine wichtige Rolle, besonders für die im Ausland produzierenden Unternehmen in politisch volatilen Situationen zum Beispiel im Nahen Osten oder der Ukraine. Trotz dieser Unwägbarkeiten blickt der Verband verhalten optimistisch in die Zukunft: „Weitere drei Prozent Umsatzwachstum in 2014 sind unter anderem aufgrund der positiven binnenwirtschaftlichen Impulse, der zurückkehrenden Konjunktur in Südeuropa und der positiven wirtschaftlichen Signale aus den USA realistisch“, so Tasche.

www.klebestoffe.com

zuletzt editiert am 11. März 2021
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