Kiesel Bauchemie
Durch das neue Blockheizkraftwerk nutzt Kiesel Energie weitaus effizienter. Darüber freuen sich (von links nach rechts) Wolfgang Kiesel (Geschäftsführer Kiesel Bauchemie), Matthias Stradinger (Betriebsleiter Kiesel Bauchemie) und Jörg Horn (kaufmännischer Leiter Kiesel Bauchemie). (Foto: Kiesel Bauchemie)

2014-08-14T00:00:00Z Kiesel: Produktion auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit getrimmt

Ein in Betrieb gegangenes Blockheizkraftwerk mit zwei Gasbrennwertkesseln und ein ausgeklügeltes Energie-Controlling sollen im Esslinger Stammwerk des Bauchemiespezialisten Kiesel für noch mehr Energieeffizienz sorgen. (Foto: Kiesel Bauchemie)

Der Esslinger Bauchemiespezialist Kiesel war nach eigenen Angaben eines der ersten Unternehmen in der Branche, dessen Produkte ohne Lösungsmittel auskamen. Mit dem neu installierten Blockheizkraftwerk und dem gleichzeitig eingeführten Energie-Controlling geht das Unternehmen auch in Sachen Energieverbrauch und CO 2 -Ausstoß voran. Die klare Zielvorgabe lautete: „Wir wollten kostengünstiger und ökologischer produzieren. Und natürlich ging es um die Frage, wie wir bei gleicher oder sogar höherer Leistung weniger CO 2 verursachen“, so Unternehmenschef Wolfgang Kiesel.

Maßnahmen zeigen bereits Wirkung

Schon jetzt zeige sich, dass sich die durchgeführten Effizienzmaßnahmen auszahlen. Das Blockheizkraftwerk produziert 50 Kilowatt elektrische und 100 Kilowatt thermische Leistung. Die neue Anlage umfasst zwei Gasbrennwertkessel, einen Pufferspeicher und hocheffiziente Pumpen, wie Kiesel weiter mitteilt. Mit der ebenfalls neu installierten Regelungs- und Messtechnik ließen sich alle relevanten Verbrauchswerte präzise erfassen, passgenau einstellen und perfekt steuern, so das schwäbische Unternehmen. So ausgerüstet, liefere Anlage nun einen Großteil der im Esslinger Stammwerk benötigten Wärme und verteilt diese bedarfsgenau über die übergeordnete Gebäudeleittechnikzentrale.

Per Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt sie gleichzeitig Strom, so dass Kiesel nun nach eigenen Angaben erheblich weniger elektrische Energie aus dem öffentlichen Netz beziehen muss. Ein Teil der Wärmeenergie werde zudem auf das bereits vorhandene Thermalölsystem übertragen, da für bestimmte Prozesse in der Kiesel Produktion hohe Temperaturen benötigt werden.

Erdgas dient zur Befeuerung

Befeuert werden die innerhalb weniger Wochen eingebauten Aggregate mit ressourcenschonendem und umweltfreundlichem Erdgas. Dieses hat einen höheren Brennwert als Heizöl oder gar Kohle. Außerdem fällt bei dessen Verbrennung weitaus weniger CO 2 an als etwa bei Ölheizungen. Und: Es verbrennt ruß- und staubfrei. Auf diese Weise verbindet die neue Anlage höchste Leistung und niedrige Emissionswerte. Auch die von Kiesel angestrebte Kosteneinsparung lasse sich bereits nach sechsmonatiger Betriebszeit belegen. Jörg Horn, kaufmännischer Leiter bei Kiesel, freut sich besonders darüber, dass das Unternehmen nun ein Drittel des benötigten Stroms selber herstellt. Insgesamt erwartet er Kosteneinsparungen von über 75 000 Euro im Jahr. Seine weitere Kalkulation: „Damit hat sich die Investition bereits nach acht Jahren amortisiert.“

Wolfgang Kiesel zieht ebenfalls ein positives Fazit. Besonders stolz ist der Unternehmenschef auf die Leistungen in punkto Klimaschutz, die Kiesel mit dem neuen Blockheizkraftwerk erzielt. So reduziert das Unternehmen seinen CO2-Ausstoß um mehr als 20 Prozent. „Das sind immerhin 200 Tonnen pro Jahr. Oder anders gerechnet: Dies entspricht der jährlichen Aufnahmekapazität von 20 Hektar Wald“.

www.kiesel.de

zuletzt editiert am 11. März 2021
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