Bislang stand der Name Kiesel für Feinmörtelprodukte. Auch mit „Servoplan E 600“ ändert sich das nicht. Der erste zementgebundene und schnell härtende Fließestrich des Esslinger Bauchemiespezialisten soll sich trotz niedriger Korngröße für Auftragsstärken von fünf bis 80 Millimeter eignen. (Foto: Kiesel Bauchemie)
Der neue Kiesel Werkstoff „Servoplan E 600“ soll die ideale Allzweckwaffe für jeden Fachhandwerker, der anspruchsvolle und schwierige Belagsuntergründe vorbereiten muss.
Das Warten hat sich nach eigenen Angaben gelohnt: Über zwei Jahre forschte das Team um Kiesel Chefentwickler Dr. Mattias Hirsch nach der optimalen Rezeptur. Dabei setzte es die Vorgaben der Kiesel. Vor allem die Vielseitigkeit und Wirtschaftlichkeit des neuen Zementfließestrichs „Servoplan E 600“ dürfte sich woe Kiesel angibt als Plus für jeden Fachhandwerker herausstellen, der mit dem Verlegen von Bodenbelägen betraut wird. „Wir haben einen Weg gefunden, um die sonst bei solchen Materialien übliche Schwindung in den Griff zu bekommen und für den Verarbeiter ein breites Spektrum an Auftragsstärken und Einsatzgebieten zu ermöglichen“, erklärt Ulrich Lauser, Leiter der Kiesel Anwendungstechnik.
Geringere Korngröße
Eines der Geheimnisse von „Servoplan E 600“ liege laut Kiesel in seiner im Vergleich zu herkömmlichen Zementfließestrichen geringen Korngröße. Damit sind beispielsweise selbst Auftragsstärken von fünf bis 80 Millimetern im Verbund oder von 30 bis 80 Millimetern auf Trennlage kein Problem. Gleichzeitig eigne sich das neue Produkt für Estriche und Heizestriche auf Dämmschichten nach DIN 18560. 35 bis 80 Millimeter lauten für diesen Anwendungsfall die Zahlen für die von Kiesel freigegebenen und vielen praktischen Versuchen getesteten Auftragsstärken. „Servoplan E 600“ lässt sich auch im Sanitärbereich einsetzen. So sei der neue Bauwerkstoff für Bodenflächen in haushaltsüblichen Bädern optimal, die kurzfristig und mäßig mit Spritzwasser beansprucht werden, (Feuchtigkeitsbeanspruchungsklasse A0).
Per Mörtelpumpe mischen
Bei größeren Flächen lässt sich das neue Kiesel Produkt maschinell per Mörtelpumpe mischen, ausbringen und in vorgegebener Höhe verteilen, so die Esslinger weiter. Danach müsse der Verarbeiter die aufgetragene Schicht nur noch mit Schwabbelstange oder dem Glätttraufel überarbeiten.
Auch den Faktor Zeit, der heute mehr denn je beim Bauen eine große Rolle spielt, hat Kiesel bei seiner Produktneuheit berücksichtigt: Wie das Unternehmen abschließend mitteilt, sollen mit „Servoplan E 600“ erstellte Flächen schon nach 24 Stunden - mit keramischen und nach sieben Tagen mit dampfdichten Belägen - belegbar sein.
