Onlinemarketing
Für 50 Prozent der Unternehmen sind das komplexe Werbeumfeld und der hohe Aufwand die größten Herausforderungen beim Onlinemarketing. (Foto: Tim Reckmann/pixelio.de )

2014-08-18T00:00:00Z Käuferportal-Studie: Unternehmen werben häufig am Kunden vorbei

Gehört die Zukunft der Werbung wirklich Google und Facebook? Eine aktuelle Studie von Käuferportal und der HTW Berlin zeigt: Obwohl ihre Kunden heute zuerst im Internet suchen, verlassen sich viele Unternehmen auf traditionelle Wege der Neukundengewinnung. (Foto: Tim Reckmann/pixelio.de)

Um zu untersuchen, wie Fachhändler aus den Branchen Bauen, Wohnen und Sanieren den Sprung ins digitale Zeitalter meistern, führten die beiden Autoren Sven Prüser und Andreas Müller nun eine Befragung unter 430 Unternehmen aus ganz Deutschland durch.

Das Ergebnis überraschte die beiden Wissenschaftler: Denn obwohl 87 Prozent der Unternehmen vermuten, dass ihre Kundschaft zuerst im Internet sucht, setzen sie weiterhin auf traditionelle Werbekanäle. Für 37 Prozent der befragten Unternehmen spielt Onlinemarketing sogar keine besondere Rolle bei der Neukundengewinnung. Die Gründe für diese Entwicklung sind laut Umfrage vor allem die hohe Komplexität und fehlende Ressourcen für Onlinemarketing.

Unternehmen werben offline, Kunden suchen online

Obwohl eine überwältigende Mehrheit von 87 Prozent ihre Kunden im Internet vermuten, werben Unternehmen immer noch überwiegend offline. Vor allem Empfehlungsmarketing (67 Prozent) und Printkampagnen (34 Prozent) standen im vergangenen Jahr hoch im Kurs. Viele Unternehmen werben damit aktuell am Kunden vorbei und verspielen wichtige Umsatzpotenziale im Internet.

Onlinemarketing ist oft zu komplex

Unternehmen, die bereits online unterwegs sind, nutzen vor allem „Google Adwords“ (69 Prozent) und E-Mail-Marketing (44 Prozent). Doch die Herausforderungen sind meist größer als der Nutzen. Die hohe Komplexität, mangelnde Expertise und fehlende personelle und finanzielle Ressourcen lassen Unternehmen neue Onlinestrategien nur zögerlich angehen.

Was tun also, um den eigenen Handwerksbetrieb im Internet „sichtbarer“ zu machen?

1. Lead Generation zur Neukundengewinnung nutzen: Printwerbung rückt in den Hintergrund und hat nur noch eine unterstützende Funktion. Vor allem Lead-Generation-Portale bieten Unternehmen die Chance neue Kunden zu erreichen. Sie helfen auch weniger erfahrenen Fachhändlern mit einem geringen Marketing-Budget den Zukunftsmarkt im Internet zu erschließen.

2. Transparenz durch Vergleichsportale: Kunden vertrauen auf die Empfehlungen von unabhängigen Vergleichsportalen. Sich dort mit allen Kundenbewertungen listen zu lassen schafft Transparenz und hilft den Unternehmen durch das direkte Feedback besser zu werden. Gleichzeitig ermöglichen viele Portale direkten Kontakt zu potenziellen Neukunden.

3. Service auf vorinformierte Kunden ausrichten: Kunden aus dem Internet sind besonders. Sie kennen das Unternehmen und wissen, was sie wünschen. Deshalb werden Reaktionsschnelligkeit, eine persönliche Beratung und hervorragender Service im Wettbewerb immer wichtiger, wie Sven Prüser und Andreas Müller weiter erklären.

Die Studie können Sie hier kostenlos downloaden

www.kauferportal.de

www.pixelio.de

zuletzt editiert am 11. März 2021
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