Fein 120 Jahre Bohren
Die erste elektrische Handbohrmaschine aus dem Jahr 1895 (Foto: Fein)

2015-08-12T00:00:00Z Jubiläum: 120 Jahre Bohren

Vor 120 Jahren fiel der Startschuss für leichteres Handwerken: 1895 hatten findige Mitarbeiter der Firma Fein genug davon, Loch um Loch von Hand zu bohren – und setzten ein mechanisches Bohrfutter auf die Welle eines kleinen handlichen Elektromotors. Die erste elektrische Bohrmaschine und damit das erste Elektrowerkzeug der Welt war erfunden. (Foto: Fein)

Emil Fein, der älteste Sohn des Firmengründers, griff diese Idee auf und entwickelte den improvisierten Elektrobohrer weiter bis zur Marktreife. Das erste Modell war eine Wucht: Es wog 7,5 Kilogramm und musste mit beiden Händen geführt werden. Mit einer Leistung von 50 Watt bohrte die Maschine vier Millimeter in Stahl. Das Original ist im Deutschen Museum in München zu sehen. Zum Vergleich: Handbohrmaschinen der heutigen Generation wiegen nur noch zwei Kilogramm und haben einen maximalen Bohrdurchmesser von 13 Millimetern.

Meilensteine der Entwicklung

Zum Jubiläum lädt Fein auf eine kleine Zeitreise ein:

  • 1900 : Der Erfinder führt die erste elektrische Handbohrmaschine mit Aluminiumteilen ein.
  • 1903 : Die erste Mehrgang-Bohrmaschine ermöglicht das Bohren mit unterschiedlichen Drehzahlen.
  • um 1920 : Es etablieren sich unterschiedliche Griffformen. Der von Fein entwickelte Spatengriff und der Pistolengriff sind die bekanntesten.
  • 1933 : Fein bringt die weltweit ersten Bohrmaschinen mit Isolierstoffgehäuse auf den Markt. Die Maschinen werden damit deutlich leichter und sicherer in der Anwendung.
  • nach 1945: Die stufenlose elektronische Drehzahlregulierung wird entwickelt.
  • Ende der 1960er Jahre : Bei Fein entsteht die erste Bohrmaschine mit Vollwellen-Elektronik.
  • Mitte der 1960er Jahre : Mit der „636“-Baureihe gelingt der Durchbruch: Die Bohrmaschinen werden klein, leicht, leistungsstark und zuverlässig. Über Jahrzehnte war dieser Typ laut Fein die Standardbohrmaschine in den Werkstätten.
  • Bis Ende der 1970er Jahre : Schlagbohrer, Bohrhammer und Kernbohrmaschinen etablieren sich am Markt. Mit hochwertigen HSS-Kernbohrern steigt Fein zu dieser Zeit in die Kernbohrtechnologie ein und entwickelt sie nach eigenen Angaben entscheidend weiter.
  • 2000: Kernbohren wird mobil und Fein bringt die kleinste und leichteste Magnet-Kernbohrmaschine auf den Markt.
  • 2010 : Fein bietet die erste vollautomatische Metall-Kernbohrmaschine mit digital angesteuertem Bohrvorschub an und
  • 2011 folgt das erste handgeführte Metall-Kernbohrsystem.


Die Zukunft des Elektrowerkzeugs

Heute steht das schwäbische Traditionsunternehmen nach eigenen Angaben weltweit für professionelle Anwendungslösungen und Premium-Qualität. Der Erfinder der Bohrmaschine setzt auch in Zukunft auf Innovation und Qualität. „Seit der Erfindung der elektrischen Handbohrmaschine entwickeln wir in enger Zusammenarbeit mit Kunden immer neue Anwendungslösungen. Unser Portfolio in den Bereichen Oszillieren, Schrauben, Schleifen, Bohren und Kernbohren haben wir konsequent aktualisiert. Bereits heute sind rund 85 Prozent aller unserer Produkte jünger als drei Jahre“, so Richard E. Geitner, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Fein.

Gewinnspiel: „Meine Fein-Bohrmaschine und ich ...“

Das Jubiläum der Bohrmaschine feiert Fein mit einem Gewinnspiel und verschiedenen Aktionen. Unter dem Motto „Meine Fein-Bohrmaschine und ich ...“ sucht Fein vom 1. September bis 20. Oktober 2015 Besitzer von alten Fein-Bohrmaschinen oder Bohrschraubern. Wer ein Foto von sich und der noch funktionstüchtigen Fein-Maschine einreicht, hat die Chance auf den Gewinn einer aktuellen Fein-Bohrmaschine der Baureihe „BOP“ oder eines Fein-Akku-Bohrschraubers „ASCM 18“. Die drei ältesten Maschinen gewinnen. Die Plätze vier bis zehn dürfen sich über eine sechsteilige Fein-HSS-Spiralbohrer-Kassette freuen. Weitere Informationen zum Gewinnspiel gibt es ab 1. September.

www.fein.de

zuletzt editiert am 11. März 2021
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