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Franco Manfredini skizzierte den Journalisten das Geschäftsjahr 2011. (Foto.: Confindustria Ceramica)

2012-06-14T00:00:00Z Italienische Keramikindustrie: Export steigt, Heimatmarkt bricht ein

Dank positiver Exportdaten sind Umsatz und Produktion der italienischen Keramikindustrie im vergangenen Jahr insgesamt leicht gestiegen. Starke Verkaufsrückgänge auf dem Heimatmarkt treffen die italienischen Fliesenhersteller allerdings schwer. (Foto.: Confindustria Ceramica)

Mit knapp 400 Mio. Quadratmetern (399,7 Mio. m²) verzeichnet die Produktion der italienischen Keramikindustrie im Jahr 2011 einen Zuwachs von 3,17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz verbesserte sich um 1,86 Prozent auf 4,72 Mrd. Euro. Die gestiegenen Zahlen in Umsatz und Produktion gab der Präsident des italienischen Verbandes der Keramikindustrie Confindustria Ceramica, Franco Manfredini, in der vergangenen Woche bekannt.

Ermöglicht wurde das Wachstum durch positive Exportdaten: 298,3 Mio. Quadratmeter (+ 3,13 Prozent) setzten die italienischen Unternehmen im Ausland ab, und erwirtschafteten hiermit einen Umsatz von 3,57 Mrd. Euro (+ 4,58 Prozent). In Deutschland verkauften die Italiener 42,28 Mio. Quadratmeter (+ 6,61 Prozent) und fuhren hiermit einen Umsatz von 539,87 Mio. Euro (+ 8,42 Prozent) ein. Der Durchschnittspreis kletterte hierzulande um 1,79 Prozent auf 12,77 Euro. Das Geschäft auf den Märkten der Europäischen Union verzeichnete Steigerungen im Umsatz (+ 4,59 Prozent) und in der Menge (+ 2,94 Prozent)

Belastet wurden die Ergebnisse des Jahres 2011 vor allem durch die schlechte Entwicklung auf dem italienischen Markt, wo der Absatz in der Menge um 7,03 Prozent (114,9 Mio. m²) und im Wert um 5,75 Prozent nachgab. Diese Entwicklung setzte sich bis in das Jahr 2012 fort und wird die Fliesenkonjunktur in Italien sehr negativ begleiten.

Ganz anders die Entwicklung in den italienischen Werken außerhalb Italiens. Die Produktionsstätten in Europa, Russland und den USA; insgesamt 20 Unternehmen; beschäftigten im vergangenen Jahr 7.451 Mitarbeiter (+ 5,57 Prozent). Die Produktion stieg um 5,16 Prozent auf 121,7 Mio. Quadratmeter, der Umsatz übersprang mit einem Plus von 5,58 Prozent die Milliardengrenze. (1,045 Mrd. Euro).

Die 41 (2010: 43) Unternehmen der sanitärkeramischen Industrie, die gleichfalls zur Confindustria Ceramica gehören, verzeichneten im Jahr 2011 einen Umsatz von 378,2 Mio. Euro (- 3,31 Prozent). Die Unternehmen exportieren ungefähr die Hälfte ihrer gesamten Produktion (4,60 Mio. Stück/- 5,61 Prozent) und wurden durch die Verkaufsrückgänge in Italien von 12,29 Prozent in der Menge und 11,92 Prozent im Wert schwer getroffen.

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Archiv: Cersaie 2011

zuletzt editiert am 11. März 2021
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