Der Verbandspräsident der Confindustria Ceramica Giovanni Savorani sitzt mit zwei weiteren Männer am Sprecherpult der Pressekonferenz Quelle: Uwe Leppert
Abb.: Nach dem Pandemie-Jahr 2020 standen die Zeichen bei der jährlichen Pressekonferenz auf Zuversicht. Quelle: Uwe Leppert

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09. June 2021 | Teilen auf:

Italien 2020: Corona kappt Umsatz und Produktion

Italiens Fliesenhersteller verzeichneten im vergangenen Jahr Rückgänge, Umsatz und Produktion büßten im Jahresverlauf 3,9 Prozent beziehungsweise 14,1 Prozent ein. Der Verband der italienischen Fliesenhersteller Confindustria Ceramica zog diese Woche Bilanz.

Der Verbandspräsident der Confindustria Ceramica Giovanni Savorani skizzierte im Rahmen der Pressekonferenz am 8. Juni 2021 noch einmal das Branchenjahr 2020, das durch Lockdowns zu Hause und auf den Exportmärkten sowie einen Fertigungsstopp von fünf Wochen geprägt war.  Die Verluste in der Produktion von 14,1 Prozent auf 344,3 (2019: 400,7) Millionen Quadratmeter dürften schmerzen, werden jedoch aufgewogen durch noch überschaubare Rückgänge von weniger als vier Prozent im Absatz und im so wichtigen Exportgeschäft. Wesentlich härter traf es den Inlandsmarkt mit zweistelligen Minuswerten in der Menge und im Umsatz.

Trotzdem vermittelte Savorani Zuversicht. Das erste Quartal 2021 zeigte gute Ergebnisse auf allen Exportmärkten und brachte auch in Italien eine Trendwende, die sich voraussichtlich bis in das kommende Jahr weiter fortsetzen wird. Die Preisentwicklung auf Zulieferseite bereitet dem Verband weiterhin sehr große Sorge.

Die Erfolge in der Bekämpfung der Pandemie und die fortschreitende Impfkampagne verleihen auch den Plänen für die kommende Cersaie weiter Auftrieb. Laut Savorani sei die gesamte Ausstellungsfläche bereits belegt. Die üblichen 100.000 Besucher seien jedoch sehr wahrscheinlich nicht zu erwarten.

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