Halle mit neuer Fertigungsstraße  von Del Conca
Die Halle mit der neuen Fertigungsstraße misst ungefähr 25.000 Quadratmeter. (Quelle: Del Conca)

Industrie

15. September 2022 | Teilen auf:

Investitionen in große Formate und Energieeffizienz

Zwei Wochen vor Beginn der Cersaie gab die italienische Gruppo Del Conca den Abschluss eines Investitionspackets in einer Höhe von 55 Millionen Euro bekannt. Die Mittel flossen in die Errichtung einer neuen Fliesenstraße am Sitz der Tochter Pastorelli in Savignano sul Panaro, wo außerdem zusätzlich 60 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Dadurch werde der Produktionsstandort zu einem der größten und modernsten der italienischen Fliesenindustrie. Dies gab die in San Marino ansässige Gruppe in einer Pressemitteilung vom 12. September 2022 bekannt. Der Standort erstrecke sich über eine Fläche von 120.000 Quadratmeter, von denen 60.000 überdacht sind. Von letzteren werden 25.000 Quadratmeter zur Erweiterung der Produktion umgenutzt. Vorher diente die Fläche der Lagerhaltung.

Große Formate in maximalen Dicken

Ofen Fliesenfertigungsstraße
Fit für weniger Emissionen: der neue Ofen in Rekordlänge (Quelle: Del Conca)

Die neue Halle bietet Raum für eine Fertigungsstraße mit komplettem Produktionszyklus: von der Aufbereitung der Rohstoffe bis zum Versand. Bei der Anlage handelt es sich um den Typ PCR 3000, auf der keramische Verkleidungen in einem maximalen Format von 180 x 360 Zentimetern und bis zu einer Dicke von 30 Millimetern hergestellt werden können. Abmessungen dieser Art seien derzeit am Markt noch nicht erhältlich, so das Unternehmen. Der neue Ofen sei mit einer Länge von 200 Metern der größte in Italien.

Energie: Effizienz und weniger Emissionen

Der wichtigste Aspekt der neuen Anlage sei jedoch die hohe Energieeffizienz des Sprühturms, der Trockenanlage sowie des Ofens, die Einsparungen von Emissionen in einer Größenordnung von 3.400 Tonnen CO2 pro Jahr ermöglichen. Die Fertigungsstraße sei technologisch bereits für den Übergang zur Nutzung von einem Gemisch aus Methan und Wasserstoff ausgelegt, was den Emissionsausstoß nochmals reduzieren werde.

Die hier skizzierten Aufwendungen folgen auf die in den Jahren 2016/2017 getätigten

Investitionen in einer Höhe von rund 80 Millionen Euro, die einer Verdoppelung der Produktion in den USA, der Totalerneuerung des Pastorelli-Werks in Savignano sul Panaro – welches jetzt erweitert wird – und der Einrichtung einer Logistik-Plattfom im Raum Sassuolo diente.

zuletzt editiert am 15.09.2022