Die Zahl der Kennzeichnungen, mit denen Hersteller für ihre Leistungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit werben, ist groß und verwirrend. Dies gilt einmal mehr, da nicht nur Verbände und private Organisationen die unterschiedlichsten Gütezeichen vergeben, sondern auch Institutionen auf Bundes-, EU- und internationaler Ebene. Um Licht in den Kennzeichnungsdschungel zu bringen, stellen wir Ihnen nachfolgend die wichtigsten branchenrelevanten Zertifizierungen, Umweltzeichen und Gütesiegel vor. von Petra Menke
ANAB
Der Verband für Biologisches Bauen ANAB (Associazione Nazionale Architettura Bioecologica) ist das italienische Pendant zum Institut für Baubiologie + Oekologie Neubeuern (IBN) und vergibt das gleichnamige ANAB-Zertifikat. Das Gütesiegel bescheinigt Produkten, dass sie in besonderer Weise für umweltfreundliches Bauen geeignet sind und einen maßgeblichen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Der Vergabe des ANAB-Zertifikats gehen strenge Labortests und Kontrollen voraus, die den gesamten Lebenszyklus eines Produktes berücksichtigen. Die Qualität der Rohstoffe wird dabei ebenso erfasst wie der Wasser- und Energieverbrauch, Art und Menge der Emissionen, Produktionstechnologien sowie Verpackung und Abfallmanagement. Zuständig für die Zertifizierung ist das ICEA, das Italienische Institut für Ethik- und Umweltzertifizierung.
Blauer Engel

Der Blaue Engel ist das weltweit älteste und bekannteste Umweltsiegel. Seit 1978 weist es Konsumenten den Weg zu besonders umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen. Das Umweltzeichen findet sich nur auf Produkten, "die sich im Vergleich zu anderen, dem gleichen Gebrauchszweck dienenden Produkten durch ihre besondere Umweltfreundlichkeit auszeichnen". In die Bewertung fließen Aspekte des Umwelt- und Gesundheitsschutzes ebenso ein wie ein sparsamer Umgang mit Rohstoffen. Für jede Produktgruppe gelten spezifische Vergabekriterien. Je nach Schutzziel eines Produktes oder einer Dienstleistung ist das Blaue-Engel-Logo mit dem Zusatz "schützt das Klima", "schützt die Gesundheit", "schützt das Wasser" oder "schützt die Ressourcen" versehen. Träger des Blauen Engels sind die RAL gGmbH, das Umweltbundesamt, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und die Jury Umweltzeichen. Unternehmen, die Produkte mit dem Blauen Engel führen, sind unter anderem Ardex, Bostik, Botament, Henkel, Kerakoll, Mapei, PCI, Quick- M ix, Sakret, Schönox, Sika und Uzin.
DGNB

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) vergibt seit 2009 das DGNB Zertifikat (ehemals Deutsches Gütesiegel Nachhaltiges Bauen). Entwickelt hat es di e DGNB gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Ziel ist es, nachhaltiges Bauen durch eine Zertifizierung von Gebäuden zu fördern, die umweltfreundlich sind, Ressourcen schonen und einen hohen Nutzerkomfort bieten. Zertifiziert wird die herausragende Erfüllung von bis zu 40 Nachhaltigkeitskriterien aus den sechs Themenfeldern Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort. Die DGNB vergibt das DGNB Zertifikat in Platin, Gold und Silber. Zusätzlich dazu können Bestandsgebäude ab einem Gesamterfüllungsgrad von 35 Prozent die Auszeichnung Bronze erhalten. Zudem gibt es die Möglichkeit, Gebäude in der Planungsphase vorzertifizieren zu lassen. Gemäß DGNB sind Neubauten ebenso zertifizierungsfähig wie Bestandsimmobilien. Mitglieder sind unter anderem die Sopro Bauchemie, Deutsche Bauchemie e.V. und Uzin .
Dow Jones Sustainability World Index

Der Dow Jones Sustainability World Index (DJSI World) ist der weltweit erste Nachhaltigkeitsindex. Gegründet wurde er im Jahre 1999 von Dow Jones und der schweizerischen Vermögensverwaltungsgesellschaft Sustainable Asset Management (SAM). Die Auswahl der im DJSI geführten Unternehmen erfolgt auf Grundlage des Dow Jones World Index. Aufnahme finden nur jene zehn Prozent der Unternehmen einer Branche, die kontinuierlich Verbesserungen auf den Feldern Ökonomie, Umwelt und Soziales erzielen ("Best-in-Class-Index"). Um die Kandidaten zu ermitteln, erhält jedes Unternehmen eine Kennzahl, die die Einzelleistungen widerspiegelt. Auf dem Prüfstand stehen Aspekte wie Kundenzufriedenheit, Produktsicherheit, Klimaschutz, Unternehmensführung, Risikomanagement, gesellschaftliches Engagement, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Im DJSI World sind aktuell knapp 3 2 0 Unternehmen vertreten. Für eine Aufnahme in den Index müssen sich die Unternehmen jedes Jahr neu qualifizieren. Mitglied ist unter anderem Akzo Nobel/Schönox .
eco-INSTITUT-Label

Das eco-INSTITUT-Label zeichnet unter anderem Bauprodukte, Bodenbeläge, Matratzen, Bettwaren und Möbel aus, die strengsten Schadstoff- und Emissionsanforderungen genügen. Vergeben wird es vom UL eco-INSTITUT in Köln, das unter anderem als Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle im Rahmen der CE-Kennzeichnung fungiert. Nach eigenen Angaben gehen die umfangreichen Laborprüfungen weit über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus. Prüfkriterien und Grenzwerte orientieren sich dabei am aktuellen Stand der Wissenschaft. Schwerpunkt sind Emissionsmessungen (Ausgasungen) in der Prüfkammer (nach ISO 16000). Das eco-INSTITUT-Label ist jeweils zwei Jahre gültig und seit 1. Juli 2015 zudem ein anerkanntes Qualitätssiegel für den EQ Credit „Low-Emitting-Materials“ im Rahmen des LEED v4-Programms für nachhaltiges Bauen des US Green Building Council (USGBC).
EMAS

EMAS ist die Abkürzung für "Environmental Management and Audit Scheme" (System für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung). Das europäische Umweltmanagement- und Zertifizierungssystem basiert auf der EG-Verordnung 1221/2009 und ist umgangssprachlich besser als EG-Öko-Audit-Verordnung bekannt. Seit dem Jahr 1993 ermöglicht EMAS Unternehmen, ihre Umweltleistungen freiwillig und über die gesetzlichen Anforderungen hinaus kontinuierlich zu verbessern. Die Validierung nach EMAS setzt eine Umweltprüfung und die Veröffentlichung einer Umwelterklärung voraus. In Deutschland überwacht der Umweltgutachterausschuss (UGA) die Qualität von EMAS. Zu den EMAS-validierten Unternehmen zählen zum Beispiel Remmers und Villeroy & Boch.
EMICODE

EMICODE ist ein Produktkennzeichnungssystem für emissionsarme und lösungsmittelfreie Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte. Initiator des Gütesiegels ist die Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e. V. (GEV), die Unternehmen der Deutschen Klebstoffindustrie im Jahr 1997 gegründet haben. EMICODE versteht sich als Orientierungshilfe für Planer, Verbraucher und Fachhandwerker, die Wert auf Produkte legen, die die Raumluft nicht unnötig belasten. Je nach Emissionsverhalten eines Produktes sieht das Klassifizierungssystem eine Einteilung in die Klasse EMICODE EC1 für "sehr emissionsarm", EMICODE EC2 für "emissionsarm" vor. Mit EMICODE EC1PLUS wurde im Jahr 2010 zudem eine Premiumklasse eingeführt, die "die Grenze des technisch Machbaren" beschreiben soll und noch einmal deutlich strengere Grenzwerte setzt. Die Ermittlung erfolgt auf Basis einer Prüfkammeruntersuchung und Einstufungskriterien, die die GEV gemeinsam mit dem Umweltinstitut Miljö-Chemie, dem Teppich Forschungsinstitut (TFI) und der Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden (GuT) erarbeitet hat. Das EMICODE-Zeichen dürfen nur Hersteller nutzen, die Mitglied im GEV sind. Hierzu zählen unter anderem Ardex, Bostik, Botament, Fila, Kerakoll, Kiesel, Litokoll, Lugato, Mapei, Murexin, PCI, Quick-Mix, Saint-Gobain Weber, Sakret, Schomburg, Schönox, Kerakoll, Henkel und Uzin.
Europäisches Umweltzeichen, Ecolabel oder Euroblume

Seit dem Jahr 1992 haben Hersteller die Möglichkeit, besonders umweltfreundliche Produkte freiwillig mit dem Europäischen Umweltzeichen auszeichnen zu lassen; seit dem Jahr 2000 besteht diese Option auch für Dienstleistungen. Die "Euroblume" oder "EU-Blume" ist in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie Norwegen, Lichtenstein und Island anerkannt. Die Vergabe des EU-Umweltzeichens ist an strenge Umweltverträglichkeitstests geknüpft, deren Ergebnisse von unabhängigen Experten geprüft werden. D ie Bewertung berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus eines Produkts von den Rohmaterialien über die Herstellung und den Gebrauch bis zur Entsorgung. Europaweit gibt es derzeit mehr als 44.000 Produkte und Services in knapp 40 Produktkategorien , wobei die Zahl der Produktgruppen kontinuierlich wächst. Da die jeweiligen Kriterien einem stetigen Wandel unterliegen, sind sie ebenso wie das Umweltzeichen selbst in Deutschland nur jeweils drei beziehungsweise fünf Jahre gültig. Bei den Vergabekriterien werden zunehmend auch soziale Aspekte berücksichtigt . Hersteller, die die Euroblume nutzen, sind unter anderem Nova Bell, Italgraniti , Florim , Lea Ceramiche und Ceramica Sant' Àgostino.
FTSE4GOOD

Der FTSE4GOOD-Index ist neben dem Dow Jones Sustainability Index World der zweite wichtige Nachhaltigkeitsindex. Financial Times und die Londoner Börse haben ihn im Jahr 2001 gemeinsam aufgelegt. Die Unternehmen der FTSE4Good-Indexreihe , d ie einen globalen, europäischen, US-amerikanischen, japanischen und englischen Index umfasst, werden auf Basis des FTSE-Developed Index und des All-Share Index ausgewählt. Der FTSE4GOOD listet nur internationale börsennotierte Unternehmen, die in den Kategorien Umweltmanagement, Klimaschutz, Compliance, Menschenrechte und Einhaltung der Arbeitsrichtlinien in der Zulieferkette definierte Kriterien erfüllen. Die Auswahl übernimmt das Researchnetzwerk Ethical Investment Research Service (EIRIS). Unternehmen der Tabak-, Atom- und Rüstungsindustrie sowie Firmen, die Uran abbauen und verarbeiten, sind per se ausgeschlossen. Mitglied sind unter anderem Bayer, BASF und Akzo Nobel/Schönox.
www.ftse.com/Indices/FTSE4Good
IBU

Das Institut Bauen und Umwelt e.V. zertifiziert Umwelt-Produktdeklarationen (EPD, Environmental Product Declaration) für Baustoffe auf Basis international gültiger Normen wie DIN ISO 14025 (Typ III), DIN ISO 14040 und der Europäischen DIN EN 15804. Ziel ist es, Architekten, Bauherren und Mieter umfassend über umwelt- und gesundheitsrelevante Aspekte von Bauprodukten zu informieren. Jeder Deklaration liegt ein einheitliches Bewertungsverfahren zugrunde, das den gesamten Lebenszyklus eines Produktes abbildet. Jedes EPD liefert eine detaillierte quantitative Ökobilanz, Angaben zu Bauphysik, Grundstoffen und Stoffherkunft, Erläuterungen zur Produktherstellung und -verarbeitung, zum Nutzungszustand, zu außergewöhnlichen Einwirkungen und zur Nachnutzungsphase. Die Erstellung eines EPD sieht einen dreistufigen Prozess vor, an dessen Ende ein Sachverständigenausschuss einen unabhängigen Dritten mit der Prüfung und Bestätigung beauftragt. Zu den Herstellern mit Umwelt-Produktdeklarationen des IBU zählen der Industrieverband Keramische Fliesen und Platten, Kaleseramik und Uzin.
http://bau-umwelt.de/hp1/Institut-Bauen-und-Umwelt-e-V.htm
ISO 9001
Die DIN EN ISO 9001 ist ein weltweit gültiger Standard für Qualitätsmanagementsysteme (QM-Systeme), der sich für alle Branchen und Unternehmensgrößen eignet. Am 23. September 2015 wurde die DIN EN ISO 9001:2015 veröffentlicht, die die ältere Fassung ISO 9001:2008 ablöst. Die deutsche Version der revidierten Norm soll ab November 2015 vorliegen. Die Implementierung eines QM-Systems nach ISO 9001 versetzt Unternehmen in die Lage, flexibel auf sich verändernde Marktbedingungen und Kundenwünsche zu reagieren, Innovationen voranzutreiben und ihre Kompetenz und Leistungsfähigkeit gegenüber Kunden und Lieferanten herauszustellen. Grundlage hierfür bildet der prozessorientierte Ansatz der Norm, der eine systematische Prüfung und Optimierung aller betrieblichen Abläufe ermöglicht. Dies wiederum schafft die Voraussetzungen für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, der Produkte sicherer macht, Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit erhöht und zudem Kundenorientierung und Mitarbeiterzufriedenheit positiv beeinflusst. Die Zertifizierung nach ISO 9001 ist an ein zweistufiges Audit gebunden, in dem vor Ort geprüft wird, ob das QM-System den Vorgaben der Norm entspricht. Das Zertifikat ist drei Jahre gültig. ISO-9001-zertifiziert sind zum Beispiel Ceramiche Refin, Eiffelgres, PCI Augsburg, Sopro B a uchemie, Vitra und Villeroy & Boch.
ISO 14001
Die DIN EN ISO 14001 ist ein weltweit gültiger Standard für Aufbau, Einführung, Überwachung und Weiterentwicklung von Umweltmanagementsystemen. Eine Zertifizierung nach der am 15. September 2015 veröffentlichten revidierten Fassung ISO 14001:20 15 ermöglicht es Unternehmen, ihre Umweltleistungen laufend zu verbessern und Umweltaspekte gezielt in unternehmerische Entscheidungen einfließen zu lassen. Firmen und Organisationen, die das Zertifikat anstreben, müssen eine betriebliche Umweltpolitik mit definierten Umweltzielen und einem Umweltprogramm, ein Umweltmanagementsystem und eine funktionierende Umweltmanagementorganisation mit klaren Zuständigkeiten nachweisen. Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens prüft ein unabhängiger Gutachter das Umweltmanagementsystem und validiert die Umwelterklärung. Das ISO-14001-Zertifkat ist drei Jahre gültig; während dieser Zeit wird regelmäßig überprüft, ob das zertifizierte Unternehmen auch weiterhin die Anforderungen erfüllt. Zu den ISO-14001-zertifizierten Unternehmen gehören unter anderem Ardex, die PCI Augsburg, Mapei, Vitra und Villeroy & Boch.
LEED

LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) ist ein im Jahr 2000 vom U.S. Green Building Council (USGBC) entwickeltes Gütesiegel, das in den Prägungen "Certified", "Silver", "Gold" und "Platinum" vergeben wird. LEED ermöglicht die umfassende Bewertung eines Gebäudes während der Bau- und der Nutzungsphase. Es gilt für Neubauten ebenso wie für sanierte Gebäude. Je nach Projektschwerpunkt stehen neun Zertifikate zur Auswahl , darunter LEED NC (Neubau und Sanierung), LEED EB (Betrieb und Unterhaltung Bestandsgebäude ) , LEED CI ( Büroi nnenausbau), LEED CS (Rohbau) und LEED Retail ( Shoppingcenter und Innenausbau). Die Bewertung erfolgt auf Basis eines sieben Kategorien umfassenden Punktesystems , da s den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in den Blick nimmt. Beispiele sind die Aspekte Baugelände, Energie- und Wasserverbrauch, Baumaterialien und Qualität der Raumluft beurteilt. Was theoretisch einfach klingt, stößt in der Praxis auf Erschwernisse, da die LEED-Zertifizierung auf US-amerikanischen Standards fußt, die vom DIN-System mitunter stark abweichen. Das LEED-Gebäudeklassifizierungsprogramm liegt aktuell in der Version "LEED v4" vor. Mitglied er sind unter anderem Bisazza und Emilceramica.
REACH
Die Europäische Chemikalienverordnung REACH steht für Registrierung ("Registration"), Bewertung ("Evaluation") und Zulassung ("Authorisation") und Beschränkung chemischer Stoffe (Chemicals). Rechtsgrundlage bildet die seit 1. Juni 2007 gültige EG-Verordnung 1907/2006. REACH zielt darauf ab, Chemikalien, deren Wirkungen auf Mensch und Umwelt nicht bekannt sind, vom europäischen Markt zu verbannen beziehungsweise ihren Zugang zu begrenzen. Zu diesem Zweck verpflichtet REACH Hersteller und Importeure, Chemikalien (oder Chemikalien in Zubereitungen), von denen sie pro Jahr mehr als eine Tonne produzieren oder einführen, in einer zentralen Datenbank registrieren zu lassen. Innerhalb des Geltungsbereichs von REACH dürfen somit nur noch zuvor registrierte chemische Stoffe in Verkehr gebracht werden ("no data, no market"). Zudem müssen sie chemikalienbedingte Risiken ermitteln und das damit verbundene Gefährdungspotenzial abschätzen. Dies bedeutet auch, Maßnahmen für eine sichere Verwendung ihrer Stoffe zu entwickeln und diese an ihre Abnehmer zu kommunizieren.
VCI

Seit dem Jahr 1991 beteiligt sich der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am internationalen Responsible-Care-Programm ("Verantwortliches Handeln"). Dieses zielt darauf ab, "die Bedingungen für den Schutz von Gesundheit und Umwelt sowie für die Sicherheit von Mitarbeitern und Nachbarschaft ständig zu verbessern". Die Mitgliedsunternehmen des VCI bekennen sich zu den elf Leitlinien des deutschen Responsible-Care-Programms und verpflichten sich, diese einzuhalten. Die Selbstverpflichtung ist freiwillig und die Aufnahme in das Programm nicht an bestimmte Kriterien gekoppelt. Nach Auskunft des VCI ist die Verwendung des RC-Logos auf Produkten untersagt und dient lediglich kommunikativen Zwecken. Im Rahmen von Responsible Care arbeitet der VCI seit dem Jahr 1996 eng mit dem Verband Chemiehandel (VCH) zusammen.
FLIESEN & PLATTEN-Autorin Petra Menke
Petra Menke arbeitet als freie Journalistin und Texterin in Frankfurt am Main. Die Diplom-Biologin ist spezialisiert auf Nachhaltigkeits- und Gesundheitskommunikation und verfasst unter anderem Nachhaltigkeitsberichte für Unternehmen wie Deutsche Lufthansa oder Fraport.
Kontakt: