Das Institut für Barrierefreiheit (IfB) in Krefeld berichtet, dass sich 2016 mehr als doppelt soviele Betriebe zu Fliesenfachbetrieben für barrierefreies Bauen haben zertifizieren lassen als in den Jahren zuvor. (Foto: Villeroy & Boch)
Diese Steigerung hängt offenbar damit zusammen, dass immer mehr Fliesenleger sich auf generationengerechte, barrierefreie Komplettbäder konzentrieren. Darüber hinaus sieht das IfB weitere Gründe für den Erfolg: Zum einen habe man die Vorbereitungs-Seminare auf zwei Tage komprimiert und zum anderen fänden die Seminartage „betriebsfreundlich“ jeweils freitags und samstags statt. Letzteres sei besonders für kleinere Betriebe attraktiv, die dadurch weniger Arbeitstage opfern müssten. Eine Qualifizierung mit Zertifikat ist beim barrierefreien Bauen nach Auffassung des IfB unverzichtbar.
Zu den Themen der Seminare gehören neben den Normen und Regeln auch Kenntnisse über Krankheitsbilder und deren Zuordnung zu unterschiedlichen Bau- und Ausstattungsvoraussetzungen. Darüber hinaus werden die zahlreichen verschiedenen Funktionen von bestimmten Ausstattungen und Bedienelementen bei altersgerechten Bädern behandelt. Auch Kenntnisse über Fördermöglichkeiten, Beratungsgespräche und das Verhalten an der Baustelle gegenüber der sehr sensiblen Zielgruppe werden vermittelt. Das Zertifikat wird bei Fördermaßnahmen von den Banken als Qualifizierungsnachweis anerkannt. Es wird auf den Namen des jeweiligen Teilnehmers ausgestellt, die sich dann als „Fachkraft für barrierefreies Bauen“ bezeichnen darf. Bei mindestens zwei Teilnehmern aus einem Betrieb kann das Unternehmen das Zertifikat „Fachbetrieb für barrierefreies Bauen“ erlangen.
Das Institut für Barrierefreiheit (IfB) zertifiziert angesichts der starken Nachfrage auch 2017 wieder Fliesenbetriebe zu Fliesenfachbetrieben für barrierefreies Bauen. Die Monate Januar und Februar seien für Schulungsmaßnahmen am besten geeignet, so das IfB. Es empfiehlt daher eine frühzeitige Anmeldung. Informationen, Schulungsunterlagen und freie Termine erhalten Interessenten unter: info@institut-fuer-barrierefreiheit.de.
