Das Handwerk im nördlichen Rheinland-Pfalz ist zufrieden: 84 Prozent der Betriebe im Kammerbezirk der Handwerkskammer Koblenz schätzen aktuell ihre Geschäftslage als gut und befriedigend ein. Im Vorjahreszeitraum waren es 82 Prozent. Das zeigt die Frühjahrs-Konjunkturbefragung der HwK Koblenz. (Bild: HwK Koblenz)
Die Erwartungen für das nächste Quartal fallen ebenfalls optimistisch aus. So gehen 90 Prozent der befragten Mitgliedsbetriebe für die nächsten drei Monate von einer zufriedenstellenden Geschäftslage aus (Vorjahreswerte in Klammern: 88 %).
Die Bewertungen einzelner Konjunkturindikatoren wie Auftragsbestand, Betriebsauslastung und Umsatzentwicklung haben sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. „Das Handwerk stellt sich den Herausforderungen der Zukunft und blickt optimistisch in die Zukunft“, kommentieren HwK-Präsident Kurt Krautscheid und Hauptgeschäftsführer Alexander Baden die neueste Umfrage. „Themen wie Nachwuchssicherung und Fachkräftebindung beschäftigen die Handwerker zurzeit vorrangig. Viele möchten zusätzliche Mitarbeiter einstellen, finden aber keine geeigneten Fachkräfte, gerade im technischen Bereich. Hier unterstützt die HwK Koblenz die Betriebe in verschiedenen Projekten und ist zu diesen Themen in allen Regionen unterwegs“, so die HwK-Spitze.
Ausbauhandwerke sehen Geschäftslage besonders positiv
In den einzelnen Branchen schwankt die positive Beurteilung der Geschäftslage im Frühjahr 2016 in einer Bandbreite von 70 bis 90 Prozent. Bei den Betrieben der Ausbauhandwerke wie Fliesenleger, Tischler, Maler, Installateure und Heizungsbauer oder Elektrotechniker informieren wie zuvor 87 Prozent (87 %) über eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage.
Auslastung der Betriebe zufriedenstellend, Umsatzentwicklung stabil
Bei der Kapazitätsauslastung geben im Frühjahr 2016 62 Prozent (60 %) der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Koblenz an, mindestens zu 70 Prozent ausgelastet zu sein. Die höchste Auslastung findet man bei den Betrieben in den Ausbauhandwerken mit 75 Prozent (72 %). Der Auftragsvorlauf hat sich im nördlichen Rheinland-Pfalz mit 9,0 Wochen (8,8 Wochen) nochmals erhöht.
Die Umsatzentwicklung der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Koblenz zeigt sich in diesem Frühjahr weitestgehend stabil. 64 Prozent (65 %) der befragten Betriebe in der Region geben höhere oder zumindest gleich hohe Erlöse an. 36 Prozent (35 %) der Handwerksbetriebe im nördlichen Rheinland-Pfalz müssen Umsatzeinbußen hinnehmen.
Höhere Investitionen, konstante Beschäftigungsentwicklung
Die Investitionsbereitschaft hat sich erhöht. Der Anteil investierender Betriebe im Kammerbezirk Koblenz steigt von 36 Prozent auf 38 Prozent und die durchschnittliche Investitionssumme pro Betrieb von 22.000 Euro auf 49.000 Euro. Der Personalbestand bleibt im nördlichen Rheinland-Pfalz stabil. 74 Prozent (73 %) der befragten Betriebe in der Wirtschaftsregion Mittelrhein nehmen im ersten Quartal dieses Jahres keine personellen Veränderungen vor, 11 Prozent (11%) stellen Mitarbeiter ein und 15 Prozent (16 %) müssen Mitarbeiter entlassen. Zukünftig denken 15 Prozent (11 %) über Einstellungen nach. 8 Prozent (10 %) der Befragten befürchten, in den nächsten drei Monaten Stellen abbauen zu müssen.
Informationen zu Einzelheiten der Frühjahrsbefragung 2016 gibt es bei der Handwerkskammer Koblenz,
Tel. 0261/ 398-161, Fax -996,
presse@hwk-koblenz.de
,
www.hwk-koblenz.de
