
2013-10-14T00:00:00Z Historische Fliesen: Töpfer setzten die Platten an
Fliesen gibt es schon ewig. In allen Epochen bis hin zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden Wand- und Fußbodenplatten in Handarbeit hergestellt. Mit der industriellen Revolution änderte sich dann alles. (Foto: Schittek)
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bereitete sich in England eine industrielle Revolution vor: der Übergang von der bisherigen Handarbeit zur maschinellen Massenfertigung. Neue Maschinen und Herstellungstechniken ermöglichten eine schnellere Fertigung. Die mühevolle Handarbeit war vorbei. In Deutschland wurden Fußbodenfliesen, wie wir sie heute noch in vielen alten Sakralbauten, Rathäusern und Stadtvillen sehen können, seit zirka 1850 hergestellt. Die Formate, die man zu Beginn fertigte, waren hauptsächlich 14,3 × 14,3 und 17 × 17 Zentimeter. Es gab auch achteckige Fliesen mit Einlegern sowie sechseckige. Die durchgefärbten unglasierten Platten hatten eine Stärke von 15 bis 20 Millimetern und dadurch ein Gewicht von etwa 40 Kilo pro Quadratmeter zuzüglich der hölzernen Transportkisten. In den Farben altweiß, rot, schwarz und braun waren diese pflegeleichten, stahlharten Beläge mit ihren schönen Oberflächen schnell beliebt.
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