Hobel auf einer Werkbank mit Spänen Quelle: Pixabay
Mehr Abiturienten haben eine praxisorientierte Ausbildung statt des Studiums gewählt. Quelle: Pixabay

Handwerk

17. September 2021 | Teilen auf:

Handwerk im Trend: Stabile Ausbildungszahlen

Handwerk hat Hand und Fuß – das sehen auch in diesem Jahr viele junge Menschen so. Im Gebiet der Handwerkskammer Konstanz haben sich zum Ausbildungsstart 0,5 Prozent mehr junge Menschen als im Vorjahresmonat für eine handwerkliche Ausbildung entschieden. Die Zahl der Abiturienten hat zugenommen.

Diesen – wenn auch leichten – Zuwachs an Auszubildenden hat die HWK Konstanz nicht unbedingt erwartet: „Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie sind die Ausbildungszahlen zum Start des neuen Ausbildungsjahres im Handwerk stabil geblieben, was nicht selbstverständlich war. Wir werten das als positiven Beweis dafür, dass eine handwerkliche Ausbildung auch in Krisenzeiten als wichtige Basis für eine sichere berufliche Zukunft gesehen wird“, sagt Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz.

Von den 1.524 neuen Auszubildenden haben sich deutlich mehr als im Fünfjahresdurchschnitt für technische Berufe wie Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker/in und KFZ-Mechatroniker/in entschieden.

Fünf Prozent mehr Abiturienten als vor fünf Jahren

Die Chancen für Jugendliche auf einen modernen und anspruchsvollen Ausbildungsplatz im Handwerk seien bestens, so die HWK Konstanz, und erklärt damit den überdurchschnittlich hohen Anteil an Abiturienten, die in diesem Jahr ins Handwerk gestartet sind. Lag die Abiturientenquote vor fünf Jahren noch bei 11 Prozent, so sei diese nun auf 16 gestiegen. Hiltner: „Für einige mag eine praxisorientierte Ausbildung auch eine reizvolle Alternative zum pandemiebedingten Online-Unterricht an den Hochschulen gewesen sein.“

Weniger Geflüchtete unter den Auszubildenden

Die Zahl der Berufsanfänger mit Fluchthintergrund ist mit 95 Neustarts gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben, hat sich im Vergleich zu 2019 aber deutlich verringert (2019: 122). „Einerseits konnten sicher einige Betriebe den intensiveren Betreuungsaufwand in der für sie ohnehin schwierigen Corona-Zeit nicht leisten. Andererseits fielen auch die direkten Kontaktmöglichkeiten weg und Praktika waren schwierig“, deutet Hiltner.

Noch freie Ausbildungsstellen

In der Online-Lehrstellenbörse der HWK Konstanz sind noch fast 200 freie Lehrstellen frei. „Gerade im Bau- und Ausbaubereich sind die Auftragsbücher gut gefüllt und junge Menschen, die mitgestalten wollen, willkommen“, sagt Hiltner.

Interessierte können in der Lehrstellenbörse unter www.hwk-konstanz.de/ausbildung oder über die App „Lehrstellenradar“ nach einem Ausbildungsplatz suchen oder sich an das Beratungsteam Nachwuchswerbung der Handwerkskammer Konstanz unter der Telefonnummer 07531/205-389 wenden. Zahlreiche Informationen zu Karrierechancen im Handwerk sind hier zu finden:

www.handwerk.de

www.hwk-konstanz.de

www.handwerks-power.de