Der Wittener Bauchemiehersteller Ardex hat seinen Umsatz 2015 um mehr als 18 Prozent auf 650 Millionen Euro gesteigert. Die Mitarbeiterzahl wuchs um 200 auf insgesamt 2.500. (Foto: Ardex)
„Damit konnten wir die Marktposition erneut aus eigener Kraft stärken, hinzu kamen Impulse aus einer Übernahme“, sagt Mark Eslamlooy, CEO der Ardex-Gruppe und Vorsitzender der Geschäftsführung der Ardex GmbH in Deutschland. Ardex hatte 2015 die Wakol GmbH, einen Anbieter von Verlegewerkstoffen übernommen.
Bei Ardex führt man das starke Wachstum der vergangenen Jahre vor allem auf die internationale Ausrichtung, die Stärkung bestehender Standorte und Produktinnovationen zurück. 30 Prozent des Umsatzes habe Ardex mit Produkten erwirtschaftet, die jünger als fünf Jahre sind. Innovationen der letzten Jahre sind beispielsweise gebrauchsfertige Wandspachtelmassen, ein Spezial-Fliesenkleber für alle Wetterlagen und die weltweit erste zementäre selbstverlaufende Abdichtung. Eslamlooy setzt auch weiterhin auf die Innovationskraft des Wittener Familienunternehmens: „Mit dem Neubau unseres neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums schaffen wir ideale Bedingungen für die Entwicklung der Innovationen von morgen – ein idealer Ort für kreative Prozesse."
Erfolgreiches Auslandsgeschäft
Eine wichtige Säule des Wachstumskurses ist das Auslandsgeschäft. Der indische Markt und der gesamte asiatisch-pazifische Wirtschaftsraum seien ebenso Wachstumstreiber wie der größte ausländische Standort, die USA. Dort erreiche man seit Jahren zweistellige Wachstumsraten. Auch in anderen reiferen Märkten wie in Skandinavien und England habe Ardex in den letzten Jahren zwischen 20 und 30 Prozent wachsen können.
Zudem zahle sich aus, dass man in Produktionsanlagen in den jeweiligen Märkten investiert habe. „Bei den hohen Bedarfsmengen ist die Produktion vor Ort extrem wichtig; wir können damit eine hohe Lieferfähigkeit sichern und entsprechend der lokalen Bedürfnisse produzieren“, so Eslamlooy. Aktuell baut Ardex neue Produktionsanlagen in Kanada, Thailand, Australien, Malaysia und zwei in Indien, was die Anzahl der Produktionsanlagen weltweit auf insgesamt 36 erhöht. Auch am Stammsitz des Unternehmens investiert Ardex weiter. „Nach dem Neubau der ARDEXacademy schließen wir in diesem Jahr den letzten Bauabschnitt des neuen F&E- Zentrums ab“, so Eslamlooy.
Eslamlooy plant, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen: „Unser Ziel ist es, sowohl im Heimatmarkt als auch international unsere Marktposition zu stärken. Dabei werden wir an unserer wertorientierten und langfristig ausgerichteten Strategie als Familienunternehmen festhalten.“ Zumindest der Start ins laufende Geschäftsjahr 2016 scheint erfolgreich verlaufen zu sein: Bisher verzeichne man mit einem Zuwachs von fast 20 Prozent, so Ardex.
