PCI Seminar bei Niederer
Am 28. November 2014 fand auf Initiative des Baustoff- und Fliesenfachhändlers Niederer Fliesen & Baustoffe GmbH das Saarländische Architektenseminar statt. Partner der Veranstaltung waren die PCI Augsburg GmbH und der italienische Fliesenhersteller Gigacer. Die Referenten (v. l.) Frau Simonetta Barnabé (Gigacer) und Frau Jutta Hellmann (hellmann mvb - Werksvertretung Gigacer), Prof. Dr. Josef Felixberger (PCI Augsburg GmbH) und Veranstalter Herr Uwe Scherer, Geschäftsführer der Firma Niederer. (Foto: PCI Augsburg)

2014-12-15T00:00:00Z Großformatige Fliesen: Baustoffprofis informieren sich praxisnah

Großen Anklang fand laut PCI das Saarländische Architektenseminar des Baustoff- und Fliesenfachhändlers Niederer. Mit 90 Teilnehmern war die Informationsveranstaltung zum Thema „Planung und Verlegung von großformatigen Fliesenböden“ ausgebucht. (Foto: PCI Augsburg)

Die PCI Augsburg GmbH und der italienische Fliesenhersteller Gigacer traten als Partner beim saarländischen Architektenseminar des Baustoff- und Fliesenfachhändlers Niederer Fliesen und Baustoffe GmbH am 28. November in Völklingen auf. Informativ, anschaulich und praxisnah erläuterten nach Angaben von PCI die Referenten die Möglichkeiten und Herausforderungen, die sich bei der Verlegung großformatiger Fliesenbeläge ergeben.

Im Victor’s Residenz Hotel am Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken begrüßte Uwe Scherer, Geschäftsführer der Firma Niederer, die Teilnehmer zur Jubiläumsveranstaltung. Zum zehnten Mal fand das Architektenseminar auf Initiative des Baustoff- und Fliesenfachhändlers statt. Bewährt hat sich für die Veranstaltung die Location ebenso wie die Zusammenarbeit mit der PCI Augsburg GmbH. Architekten wie Planer schätzen die unterhaltsame und kurzweilige Art, mit der Prof. Dr. Josef Felixberger, Leiter der Technik und Entwicklung der PCI Augsburg GmbH, komplexe Themen verständlich mache. Die Belegreife von Zementestrichen und die Vorgehensweise bei der Verlegung großformatiger Fliesen und Platten erläuterte der Referent ausführlich anhand der Regelwerke und konkreter Empfehlungen, um den Baufortschritt schneller voranzutreiben.

Passend zu diesem Thema lernten die Teilnehmer die Feinsteinzeugbeläge der italienischen Fliesenfirma Gigacer kennen. Frau Simonetta Barnabé aus Faenza stellte die innovative Produktion der 120 x 120 Zentimeter großen Platten vor, die im Anschluss auf die unterschiedlichsten Formate zugeschnitten werden. Daraus ergeben sich modulare Beläge in einer einheitlichen Nuance. Neben den Standardstärken produziert Gigacer Fliesenbeläge in der Stärke 4,8 Millimeter – einfach zu verarbeiten und ideal für Renovierungsarbeiten. Im Anschluss daran stellte Frau Jutta Hellmann von hellmann mvb, Werksvertretung Nordwest-Deutschland, die unterschiedlichen Serien, deren  Alleinstellungen und Gestaltungsmöglichkeiten anhand  konkreter Umsetzungsbeispiele vor.

PCI Seminar bei Niederer
Im Victor’s Residenz Hotel in Saarbrücken begrüßte Uwe Scherer die Teilnehmer zur Informationsveranstaltung. Im Anschluss an die Vorträge folgten Architekten und Planer seiner Einladung zum französischen Buffet und nutzen den Abend zum Erfahrungsaustausch. (Foto: PCI Augsburg)

Wann ist ein Zementestrich belegreif?

Nach DIN 18560 ist für die Verlegung von Keramikbelägen auf Zementestrichen ein Mindestalter von 28 Tage angegeben. Dass aber für das letzte Gewerk in der Realität oft die Zeit fehlt oder die verlegte Estrich-Art unbekannt ist, wissen die Architekten und Bauingenieure aus eigener Erfahrung. Wie die Restfeuchte – Kriterium für die Belegereife – gemessen wird und welchen Einfluss die relative Luftfeuchte auf die Restfeuchte hat, stellte Prof. Dr. Josef Felixberger in seinem Vortrag dar und zeigte Möglichkeiten auf, Fliesen auf Estrichen zu verlegen, sobald diese begehbar sind. Innovative Verlegemörtel wie PCI Flexmörtel „S1“ und PCI Flexmörtel „S2“ oder das Einbringen einer beweglichen Zwischenschicht – beispielsweise die Entkopplungsbahn PCI Pecilastic E – ermöglichen eine zeitsparende Vorgehensweise.

Großformatige Fliesen sicher verlegen

Was ein Fliesenkleber aushalten muss, demonstrierte Felixberger mit Hilfe eines Föns. Ähnlich der Sonnenwärme bewirkt die warme Luft das Ausdehnen der Fliese und verursacht Scherspannung. Nur mit elastischen Fliesenklebern kann das Aufwölben der Verbundkonstruktion und damit einhergehend das Abreißen der elastischen Randfuge bis hin zum Einbrechen des Estrichs in der Belagsmitte vermieden werden. Dr. Felixbergers Ausführungen zur Funktionsweise von Dispersionsgrundierungen sollten den Teilnehmern das Verständnis für die Verfilmung von Dispersionsgrundierungen vermitteln und die Möglichkeit aufzeigen, diese anstelle der aufwendigen Epoxidharzgrundierung einzusetzen – unter Berücksichtigung von Mindestmenge, Wartezeit und Temperatur. Abschließendes Thema des Abends war die Anordnung von Bewegungsfugen und der Einsatz einer Entkopplungsbahn für ein gleichmäßiges Fugenbild.

Nach der dreistündigen Vortragsveranstaltung folgten die Teilnehmer der Einladung der Firma Niederer zum französischen Buffet im Restaurant des Victor’s Residenz Hotel. Architekten und Planer waren sich einig, dass sich die Teilnahme auf jeden Fall gelohnt hat – ganz unabhängig vom vorzüglichen Abendessen und der Fortbildungs-punkte für das von der Architektenkammer anerkannte Seminar.

www.pci-augsburg.de

www.niederer.de

zuletzt editiert am 11. März 2021
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