Roms neue U-Bahn-Station am Kolosseum verbindet auf einzigartige Weise Mobilität und museales Erlebnis. Ein Blick in den imperialen Unterbauch der ewigen Stadt.
Die neue U-Bahnstation der Linie C nahe des Kolosseums wurde Ende 2025 eingeweiht. Ihre vier Untergeschosse reichen bis zu 30 Meter in den Boden der italienischen Hauptstadt. Während der Arbeiten stieß man insgesamt auf 28 Brunnen und weitere Überreste und Gegenstände aus der Antike. Diese wurde von den leitenden Architekten Andrea Grimaldi und Filippo Lambertucci an den Fundstellen belassen und museal für die Nutzer und Besucher erschlossen.
Die örtliche Gleichzeitigkeit von antiken Funden und moderner Infrastruktur wurden so zu einem Leitmotiv für das Projekt und seine Gestaltung, für einen Dialog zwischen Gegenwart und Herkunft zu einem Treffen in der Tiefe.
Großformate auf 5.500 Quadratmetern
Die begehbare Fläche des U-Bahnhofs beläuft sich auf über 5.500 Quadratmeter. Diese wurden mit keramischen Fliesen des Herstellers Casalgrande Padana verkleidet. Hinzu kommen die Wandbereiche der Zugangswege und der Bahnsteige. Bei dem verlegten Material handelt es sich um die Kollektion „Pietre di Paragone“ in einer realistischen Steinoptik, die am Boden in Schwarz im Format im 120 x 240 Zentimeter und einer Dicke von 12 Millimetern verlegt wurden.
Die Idee einer Verbindung von urbaner Mobilität und musealem Eintauchen in die eigene Geschichte kam beim rollenden Publikum gut an: Im ersten Monat zählten die römischen Verkehrsbetriebe eine Million Besucher, nach neun Monaten waren es zwei Millionen.
Mehr zu dem Projekt lesen in Ausgabe 9 von F+P Fliesen und Platten.
