In einer repräsentativen bundesweiten Studie untersuchte die Heinze Marktforschung unter anderem, welche Raumluftbelastungen Bauherren und Modernisierer in ihren eigenen vier Wänden besonders fürchten, ob Umweltzertifikate kaufentscheidend sind und ob Verbraucher Mehrkosten für wohngesundes Bauen bzw. Modernisieren akzeptieren. (Grafik: Heinze)
Nach Aussage der 175 Befragten ist die Wohnraumgesundheit eines der wichtigsten Kriterien bei einer Baumaßnahme. Lediglich das Thema Energieeffizienz wird als noch wichtiger eingestuft. Immerhin sind mehr als die Hälfte der Befragten bereit, mehr Geld beim Neubau oder der Modernisierung auszugeben, um gesünder zu wohnen.
Bei der Auswahl von Baustoffen und Materialien lassen sich die privaten Bauherren und Modernisierer auch von Umweltzertifikaten und sogenannten Labels wie dem Blauen Umweltengel leiten. 57 Prozent der Befragten achten auf Baustoff-Labels, gesundheitsbewusste Menschen schauen sogar noch genauer hin (68 Prozent). Der Blaue Engel nimmt dabei eine Sonderrolle ein.
Wenn es um Raumluftbelastungen geht, werden neben Schimmel unter anderem auch Farben und Anstriche als Auslöser für mögliche Gesundheitsgefährdungen genannt. Fast ein Drittel der Befragten hatte dabei schon einmal den Verdacht, dass in seinem Haus oder seiner Wohnung gesundheitliche Gefahren drohen.
Die Studie fragte außerdem nach der Bedeutung von eventuellen Gesundheitsbelastungen zum Beispiel durch Wasserleitungen, Kinderspielzeug, Pflanzen oder Lärm. Besteht der Verdacht einer Gesundheitsgefährdung, vertraut die Mehrheit der befragten Bauherren und Modernisierer einem Fachexperten oder Gutachter, um eventuelle Ursachen zu erforschen und im Bedarfsfall geeignete Maßnahmen einzuleiten. Nur etwa ein Fünftel wendet sich direkt an einen Handwerker.
Die Studie
An der repräsentativen bundesweiten Online-Befragung, die die Heinze Marktforschung im Dezember 2011 im Auftrag von Sentinel und Baumit durchgeführt hat, nahmen 175 Bauherren und Modernisierer teil. Die kostenpflichtige Studie umfasst insgesamt 24 Fragen zu den Themenbereichen Zertifizierung Green Building, Gütesiegel und Wohnraumgesundheit.
