Kathrin Post-Isenberg, Steinmetzmeisterin, Hans Hund, Präsident der HWK Münster, Berthold Schröder, Präsident der HWK Dortmund, Andreas Ehlert, Präsident der HWK Düsseldorf (v. l.) beim fünften Ruhr Forum im Bildungszentrum Hansemann der Handwerkskammer (HWK) Dortmund. (Quelle: Wilfried Meyer)

Aus- & Weiterbildung 2023-10-12T08:00:00Z Gen Z: Wie lassen sich junge Menschen fürs Handwerk begeistern?

Diese bekannte Frage, deren Beantwortung so schwierig ist, war Thema beim fünften Ruhr Forum im Bildungszentrum Hansemann der Handwerkskammer (HWK) Dortmund.

Mit dem Titel „ZUKUNFT MACHEN in der Metropole Ruhr. Generation Z fürs Handwerk begeistern” war sofort klar, welche Generation im Fokus steht: Die Gen Z, aktuell zwischen 13 und 26 Jahren alt.

Generation Z verstehen

Die Sicherung von Nachwuchs- und Fachkräften gehört zu den Kernaufgaben der Handwerkskammern – und damit die gezielte Ansprache von Schülerinnen und Schülern, Quereinsteigern und Studienzweiflern. „Dafür müssen wir die Generation Z verstehen. Denn sie tickt anders als viele Unternehmerinnen und Unternehmer. Das diesjährige Ruhr Forum hat uns geholfen, die Motive und Bedürfnisse der Generation besser kennenzulernen“, sind sich die drei Präsidenten der Ruhrgebiets-Kammern, Zimmerermeister Berthold Schröder (Dortmund), Schornsteinfegermeister Andreas Ehlert (Düsseldorf) und Elektroinstallateur- und Kälteanlagenbauermeister Hans Hund (Münster) einig.

Expertenunterstützung

Beim Generationsverständnis halfen die Ausführungen von Felix Behm. Der Gen Z-Experte beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit dem Thema. Als ehemaliger Personaler in Führungsfunktion weiß er, wovon er spricht. Durch seine Erfahrungen gibt er Entscheidern Impulse an die Hand, auf was es bei der Ansprache der sogenannten Z-ler wirklich ankommt. Dazu gehört für Behm u. a., dass Unternehmen den jungen Menschen Perspektiven zur Weiterentwicklung und Sinnhaftigkeit der Arbeit aufzeigen müssen. Auch regelmäßige Feedback-Gespräche sind für die Gen Z wichtig.

Betriebe und Jugendliche erfolgreich zusammenbringen

Im Anschluss an den Vortrag diskutierten Matthias Heidmeier, Staatssekretär im NRW-Arbeitsministerium, Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbands Ruhr (RVR), Handwerks-Influencerin „Metallbauerin Karo“ und der Hauptgeschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertages Dr. Florian Hartmann, darüber, wie man Betriebe und Jugendliche erfolgreich zusammenbringen kann.

Passende Strategien entwickeln

„Um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Metropole Ruhr zu sichern, brauchen wir dringend mehr Fachkräfte insbesondere im Handwerk“, so Geiß-Netthöfel. „Zur Fachkräftesicherung müssen wir passende Strategien entwickeln, um vor allem Abiturienten, Frauen und Fachkompetenz aus dem Ausland zu gewinnen. Der Regionalverband Ruhr unterstützt die Kammern bei einer stärkeren Werbung für das Handwerk“.

Veranstaltet wurde das Ruhr Forum von „Handwerk Region Ruhr“, eine Arbeitsgemeinschaft der drei Handwerkskammern Dortmund, Düsseldorf und Münster sowie der neun Kreishandwerkerschaften in der Metropole Ruhr, in Kooperation mit dem Regionalverband Ruhr.

zuletzt editiert am 11. Oktober 2023
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