Ein Gehaltsreport für die Bauindustrie 2025 mit Illustrationen von Bauarbeitern und einem Bauleiter auf dem Cover.
Der komplette Gehaltsreport kann kostenlos heruntergeladen werden. (Quelle: Crafthunt)

Handwerk 2025-02-28T23:00:00Z Gehaltsreport Bauindustrie 2025: Bau braucht faire Löhne

Wie viel verdient ein Bauleiter in Bayern? Wie viel eine Elektrikerin in NRW? Eine neue Studie zeigt große Lohnunterschiede und Unzufriedenheit unter Fachkräften.

Nur 36 Prozent der Fachkräfte sind mit ihrem Lohn zufrieden. Das zeigt der Gehaltsreport Bauindustrie 2025 der Plattform für Baustellenjobs Crafthunt. Der Bericht bietet Unternehmen und Fachkräften in der Baubranche einen Einblick in die aktuellen Gehaltsstrukturen in Deutschland und will einen Beitrag leisten, faire und wettbewerbsfähige Gehaltsmodelle zu etablieren. 

„Der Fachkräftemangel ist die größte langfristige Herausforderung der Bauindustrie. Nur mit fairen Gehältern und mehr Transparenz schaffen wir es, Fachkräfte langfristig zu binden und die Branche zukunftsfähig zu machen. Mit unserem Gehaltsreport möchten wir Brücken zwischen hochqualifizierten Fachkräften und innovativen Unternehmen bauen – auf Basis von Ehrlichkeit und Fairness“, kommentiert Jonas Stamm, Gründer und Geschäftsführer von Crafthunt. 

Erkenntnisse aus dem Report 

Der Gehaltsreport basiert auf Gehaltsdaten aus über 13.500 Stellenanzeigen im Jahr 2024 und zeigt, dass das durchschnittliche Bruttojahresgehalt im Bau in Deutschland 42.500 Euro beträgt, mit signifikanten regionalen Unterschieden. Der Report analysiert zudem die Gehälter der häufigsten Gewerke der Bauindustrie. 

Die Berufsgruppe der Maler- und Bodenarbeiten, in der im Report die Fliesenleger einsortiert sind, verdient im Durchschnitt 37.250 Euro. 28 Prozent sind mit diesem Gehalt zufrieden, 6 Prozent sehr unzufrieden. Am meisten verdient diese Berufsgruppe in Berlin (39.500 Euro), am wenigsten in Sachsen-Anhalt (30.000 Euro). Befragte mit Personalverantwortung haben am Jahresende im Schnitt 43.000 Euro auf dem Gehaltszettel, ohne Personalverantwortung sind es 37.000 Euro. Fliesenleger liegen dabei mit 36.500 Euro pro Jahr im Mittelfeld, nach den Bodenlegern (40.500 Euro) und vor den Malern (36.250 Euro).

Westdeutschland zahlt im Schnitt 4,7 Prozent mehr als der Osten – am besten verdienen Fachkräfte in Bayern, Hamburg und Baden-Württemberg, während Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern das Schlusslicht bilden.

Bauleiter, Elektroingenieure und Projektleiter gehören zu den Top-Verdienern, während klassische Handwerksberufe wie Maurer oder Trockenbauer vergleichsweise niedrige Gehälter erhalten.

Akademiker verdienen 27 Prozent mehr als Fachkräfte ohne Hochschulabschluss – unabhängig von der eigentlichen Qualifikation.

Führungskräfte erhalten im Schnitt 31 Prozent höhere Gehälter als Fachkräfte ohne Personalverantwortung.

Stellenanzeigen mit Gehaltsangaben erzielen bis zu 47 Prozent mehr Bewerbungen.

Nur 36 Prozent der Fachkräfte sind mit ihrem Lohn zufrieden.

Der vollständige Crafthunt Gehaltsreport Bauindustrie 2025 mit detaillierten Analysen zu den Gehältern der häufigsten Gewerke steht allen Interessierten ab sofort zum Download bereit: crafthunt.link/gehaltsreport.

zuletzt editiert am 04. März 2025