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Die für den Fliesenleger wesentlichen Punkte der DIN 18531

(Foto: Saint-Gobain Weber)

Normenreihe Bauwerksabdichtungen, Änderungen
Foto: Saint-Gobain Weber

In der Norm ist festgeschrieben, dass Dachdecker auf Flachdächern ein Mindestgefälle von zwei Prozent einbauen müssen. Außerdem sind die Begriffe „Balkon“ und „Dachterrasse“ klar definiert. Sockelhöhe und Mindestgefälle werden ebenfalls festgeschrieben.

Markus Kohl: Für den Fliesenleger ist positiv, dass Dachdecker nach der neuen Norm auf Flachdächern ein Gefälle von mindestens zwei Prozent in der Dachabdichtung herstellen müssen. Ich habe in der Vergangenheit oft erlebt, dass Dachdecker sagen, sie brauchten gar kein Gefälle einzubauen, da sie ein „Nulldach“ hergestellt hätten. Natürlich darf man ein „Nulldach“ bauen, wenn der Planer das so bestellt hat, weil das Dach begrünt wird. Für einen Belag aus Fliesen, Platten oder Naturstein, der mit Splitt oder Stelzlager aufgebracht wird, muss der Dachdecker jetzt zwingend ein Gefälle von zwei Prozent einbauen. Das haben die Dachdecker erkannt und haben es jetzt auch in die neue Flachdachrichtlinie aufgenommen. Das stellt eine gewisse Rechtssicherheit für uns und auch eine Argumentationshilfe dar. Ein weiterer Punkt ist die klare Unterteilung in Bauweisen über bewohntem Raum und die Bauweise über nicht bewohntem Raum. In der Vergangenheit wurden von Fliesenlegern oft Fehler gemacht, indem sie einfach die Baustelle falsch benannt haben und eine Dachterrasse über bewohntem Raum als Balkon bezeichnet haben. Das wird jetzt anhand der Norm klar getrennt. Wichtig für uns Fliesenleger ist auch die Änderung in Sachen Gefälle: Für Fliesenbeläge im Außenbereich auf Balkonen, Loggien, Laubengängen auf Verbundabdichtung, braucht der Fliesenleger mindestens 1,5 Prozent Gefälle. Und schließlich die auf 15 Zentimeter geänderte Sockelhöhe.

17.01.2018