Die Schlichtungsgespräche im Bau-Tarifkonflikt gehen am Mittwoch (13. April) in die nächste Runde. Ab zehn Uhr beginnen die Verhandlungen unter dem Vorsitz des Schlichters, des ehemaligen Bundeswirtschafts- und Arbeitsministers, Wolfgang Clement. (Foto: Bernd Sterzl, pixelio.de)
Die erste Schlichtungsrunde im Bau-Tarifkonflikt war am Freitagabend (8. April) ergebnislos zu Ende gegangen und dementsprechend vertagt worden. Besonders unterschiedliche Ansichten über die Angleichung der Ost- und Westlöhne haben dazu geführt, dass es bisher noch kein Ergebnis gibt.
Die Schlichtung wiederum wurde notwendig, da die Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe Ende März in der dritten Runde nach fast 17-stündigen Verhandlungen ergebnislos beendet worden sind. Die Tarifkommission der IG BAU hatte daraufhin einstimmig dem Gewerkschaftsvorstand empfohlen, das Scheitern der Verhandlungen zu erklären.
Die IG BAU hatte 5,9 Prozent mehr Geld verlangt. Die Arbeitgeberseite hatte in der dritten Runde zwei Erhöhungsstufen angeboten: 2,5 Prozent mehr Lohn in einem ersten Schritt ab 1. April 2011 und einen weiteren Anstieg um 2,5 Prozent in einem zweiten Schritt ab 1. April 2012. Diese Offerte lehnte die Gewerkschaft ab. Auch bei der Angleichung der Mindestlöhne in Ost und West konnte während der Tarifverhandlungen keine Annäherung erreicht werden.
