Der italienische Fliesenhersteller Florim erweitert den Standort Mordano um ein weiteres Werk. Die neuen Anlagen dienen der Fertigung von Keramikfliesen in Überlängen. (Fotos: Florim)
Nach sechs Monaten Bauzeit wurde das neue Werk im Oktober 2017 in Betrieb genommen. Am selben Standort in Mordano (Provinz Bologna) gibt es bereits eine Produktionsstätte. Das neue Werk erstreckt sich über eine Fläche von 56.000 Quadratmetern und erforderte ein Investitionsvolumen von 70 Millionen Euro. Es ist hochautomatisiert und setze in der Fertigung von Keramikfliesen weltweit neue Standards, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die neuen Anlagen dienen der Fertigung von keramischen Belägen in Kantenlängen von bis zu 320 Zentimetern in Dicken von sechs, zwölf und 20 Millimetern. Der Ofen ist 170 Meter lang. Die Fertigungshalle wird an einer Seite von einer 130 Meter langen und 5 Meter hohen Glaswand abgeschlossen. Im Innern wurden insgesamt 800 erdbebensichere Pfeiler installiert.

Am Hauptsitz der Florim Gruppe in Fiorano Modense haben hiermit verbunden die Arbeiten für die Errichtung von Anlagen für die Konfektionierung und die logistische Abwicklung von großformatigen Keramikfliesen begonnen. Die Anlagen nehmen eine Fläche 48.000 Quadratmetern in Anspruch. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ebenfalls 70 Millionen Euro. Beide Investitionen – in Mordano und Fiorano Modenese – stehen nach Aussage der Florim in einem direkten Zusammenhang.
Die Florim Gruppe fertigt und vertreibt ihre Keramik unter den Marken Floorgres, Rex, Cerim, Casa dolce casa und Cedit. Der Umsatz belief sich im Jahr 2016 auf 406,76 Millionen Euro, nach 374,1 im Jahr davor. Die Gruppe weist seit mehreren Jahren auch ein gutes inneres Wachstum auf.