Beim 3. Brandenburger Berliner Fliesenlegertag am 3. Juni 2025 spielte nicht nur das Wetter mit: Im Vergleich zum Vorjahr verdreifachte sich die Teilnehmerzahl auf rund 460 und auch bei den Ausstellern gab es einen Sprung auf 60. Entsprechend positiv war die Stimmung auf dem Parkplatz an der Alten Försterei in Berlin, nicht nur bei den Organisatoren der Landesinnungen Brandenburg und Berlin.
Was braucht es, um Fliesenlegerinnen und Fliesenleger zusammenzubringen, sich auszutauschen und on top noch weiterzubilden? Laut Brandenburgs Landesinnungsmeister Dirk Heidrich gibt es ein ganz einfaches Konzept: eine große Gartenparty. Und so ging der diesjährige Brandenburger Berliner Fliesenlegertag mit bewährter Konzeption in seine dritte Runde.

Ehe aber Würstchen essen und Bier trinken angesagt war, hatten die rund 450 Teilnehmenden die Gelegenheit, sich bei bestem Wetter am Stadion von Union Berlin bei 60 Ausstellern über neue Produkte zu informieren – dabei noch nebenbei den einen oder anderen Preis beim Darten, Torwandschießen oder anderen Geschicklichkeitsspielen abzuräumen –, sich in drei angebotenen Vorträgen weiterzubilden oder einfach zu netzwerken. „Wir haben hier in Brandenburg immer Sonne“, grinste Dirk Heidrich.
Werbung für die drei Kammerbezirke Potsdam, Frankfurt/Oder und Cottbus
Auf die Frage, worin er den Unterschied zu den etablierten Hausmessen sieht, hat Dirk Heidrich ebenfalls schnell eine Antwort parat: „Unser Event ist offen für alle – wir wollen logischerweise keine Verkaufsveranstaltung machen, sondern den Fliesenlegern Input geben und uns als Innung präsentieren, um die Leute zu bewegen, wieder in der Innung mitzuarbeiten. Sie sollen sehen, dass man gemeinsam viel stärker ist. Je mehr in einer Innung sind, desto mehr kann man gemeinsam erreichen. Und wir bieten hier die Chance, mit den Leuten direkt zu reden. Das Wichtigste an diesem Tag ist einfach das Netzwerken.“ Und lachend schiebt er noch hinterher: „Ich sage immer: Wenn du solch eine Veranstaltung nicht wahrnimmst und dir den Input holst, auch über die angebotenen Vorträge, dann ist das wie am Bahnhof stehen und auf ein Schiff zu warten.“

Von der Balustrade des Stadions konnte man ein buntes Treiben an den Ständen beobachten – was einen kleinen Wermutstropfen für die drei Referenten Dr. Irina Stein von Sakret (Recyclingstoffe in der Bauchemie), Peter Döring von Codex (Abdichtung nach DIN 18534) und Fliesenlegermeister Stefan Bohlken (Digitalisierung) bedeutete, deren Vorträge durchaus einen größeren Andrang verdient gehabt hätten. Stefan Bohlken hatte den Titel „Wenn nicht jetzt, wann dann? Warum wir die Digitalisierung auf keinen Fall verschlafen dürfen…“ gewählt und erzählte aus seinen Erfahrungen, wie er seinen Betrieb papierlos aufgestellt hat und welche Möglichkeiten die Digitalisierung bietet. „Mir fiel es am Anfang schwer, alles hinter mir zu lassen, denn ich habe mir auch die Frage gestellt, ‚soll ich wirklich alles digitalisieren‘? Aber man muss ganz klar sagen, die Digitalisierung spart mir Zeit, Geld und vor allem Nerven.“

Mit der Siegerehrung der Lehrbauhöfe und einer großen Tombola fand das Event im Biergarten sein Ende – ehe die Gartenparty richtig startete. Ob der nächste Fliesenlegertag 2026 stattfindet, ist noch offen – es stehen Überlegungen im Raum, die Veranstaltung in einem Zweijahres-Rhythmus auszurichten, da der organisatorische Aufwand sehr hoch sei. Im Zuge dessen bedankte sich Dirk Heidrich vor allem bei seiner Tochter Anne-Marie, die sich um die sozialen Medien gekümmert hat „und eine sehr große Stütze für uns gewesen ist. Zudem habe ich große Rückendeckung von unserer neuen Geschäftsführerin Martina Grimm und meinem Stellvertreter Sascha Eulenberger erfahren.“
Mehr zum Fliesenlegertag in Berlin lesen Sie in der F+P Ausgabe 6/2025.