Eine Gruppe von Menschen sitzt in einem Stuhlkreis und diskutiert in einem modernen Raum.
84 Fremde. Ein Wochenende. Und die Frage: Wie gut können wir noch miteinander reden? (Quelle: ARD-Programmdirektion)

Handwerk 2026-05-19T11:54:47.457Z Fliesenleger vertritt Handwerk bei ARD-Dialogprojekt

Fliesenlegermeister Jürgen Christian aus Zapfendorf in Oberfranken gehörte am vergangenen Wochenende zu den 84 Bürger:innen aus ganz Deutschland, die am ARD-Dialogprojekt „Was Deutschland verbindet“ in Leipzig teilgenommen haben.

Ziel des Formats war es, Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenzubringen und gesellschaftliche Themen im direkten Austausch zu diskutieren. Die 84 Teilnehmer:innen standen dabei für 84 Millionen Menschen, die in Deutschland leben. 

Der Handwerksmeister, über dessen beruflichen Weg zum Meister und Betriebswirt mit 49 Jahren F+P Fliesen und Platten in Ausgabe 11/2024 berichtet hat, vertrat dabei bewusst auch das Fliesenlegerhandwerk. „Mir war es wichtig, dass bei diesen großen gesellschaftlichen Debatten auch ein Handwerksmeister am Tisch sitzt“, erklärte er im Nachgang der Veranstaltung.  

„Es war eine beeindruckende Erfahrung zu sehen, dass unsere Stimme als Praktiker in solchen Formaten geschätzt wird.“

Jürgen Christian

Ein Mann lehnt an einem massiven Cocktailtresen mit Motiv
Mit diesem Cocktailtresen hat Jürgen Christian mit 49 Jahren 2024 an der Handwerkskammer Oberfranken die Meisterprüfung bestanden. (Quelle: HWK Oberfranken)

Wie kann Austausch gelingen? 

Im Mittelpunkt von „Was Deutschland verbindet“ steht die Frage, wie das gemeinsame Diskutieren von Menschen mit unterschiedlichem Background und verschiedenen Meinungen gelingen kann. Dabei geben die Teilnehmenden Einblicke in Persönliches, Hoffnungen und Ängste, Dinge, die Mut machen oder Sorge bereiten. Klassische Branchenthemen wie der Fachkräftemangel spielten dabei zwar keine zentrale Rolle, dennoch bewertete der Fliesenleger den Austausch als wertvolle Erfahrung.  

Wichtige Themen verhandeln 

„Unser Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Menschen in die Diskussion kommen. Damit sie einander zuhören, andere Meinungen aushalten, sich nicht niederbrüllen oder wegwischen, sondern miteinander diskutieren. Es ist wichtig, die Themen zu verhandeln, die uns alle betreffen. Und dann – bei allen Unterschieden – doch zu sehen, dass uns viele Dinge verbinden. Vielleicht sogar mehr als uns trennen”, erklärt Florian Hager, ARD-Vorsitzender und Intendant des Hessischen Rundfunks, welcher die Dialogaktion federführend leitet. 

Nach Angaben der ARD wurden die 84 Teilnehmer:innen für das Projekt gezielt ausgewählt, um einen möglichst breiten Querschnitt der Gesellschaft abzubilden. Das Dialogformat wird bundesweit medial begleitet. Aktuell wird zum Beispiel montags bis freitags in „Dialog vor acht” um 19:45 Uhr in der ARD berichtet sowie in zahlreichen anderen TV-Formaten. Funk begleitet die Aktion mit dem TikTok-Format „Wyn.Wyn“. Alle Ausstrahlungen sind hier zu finden.

zuletzt editiert am 19. Mai 2026