Anfang Februar tagte die Jahreshauptversammlung der Fliesenleger-Innung Mittelrhein in Koblenz. Detlef Börner, Obermeister der Fliesenleger-Innung Mittelrhein: „Wir müssen zeigen, dass wir unser Geld wert sind.“ (Foto: Archiv / bb)
Detlef Börner, Obermeister der Fliesenleger-Innung Mittelrhein, machte auf der Jahreshauptversammlung den Teilnehmern Mut zu zeigen, was sie können. Zehn Jahre seit dem Wegfall des Meistertitels habe sich unter den Handwerkern seines Gewerbes eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gebildet: diejenigen ohne Ausbildung und die Ausgebildeten. Nur Letztere allein könnten aber echte Qualität liefern. Bester Beweis: die Worldskills 2013, bei der ein Fliesenleger-Meister aus Niedersachsen die Goldmedaille im Skill „Fliesenleger“ errang. „Es wäre schön, wenn auch wir hier noch mal jemanden aus unserer Region im Rennen hätten“, regte Detlef Börner an.
Im Rückblick auf das Jahr 2013 resümierte er: „Unsere Auftragslage war zufriedenstellend, und es sieht so aus, dass auch 2014 die Auftragsbücher gefüllt sein werden.“ Auch die Mitgliederentwicklung innerhalb der Innung sei zufriedenstellend. Die technische Entwicklung im Bereich Fliesen und Naturstein mit veränderten DIN-Vorschriften erfordert eine intensive Weiterbildung. Stellv. Obermeister Stephan Bongartz zeigte auf, welche kritische Punkte im Bereich Bodenabdichtungen zu beachten sind. Gerade die Feuchtigkeitsbeanspruchung im Badezimmer ist ernst zu nehmen. Lehrlingswart Stefan Strunk und der Vorsitzende der Gesellenprüfungs-Kommission Knut Mohr erläuterten die duale Ausbildung im Fliesenleger-Handwerk. Erfreulich sei, dass die Zahl der Auszubildenden in den vergangenen vier Jahren von 40 auf rund 60 angestiegen ist.
