Giovanni Savorani gibt ein Presseinterview vor Mikros
Ein letztes Mal ans Mikro: Giovanni Savorani erklärte das Geschäftsjahr 2023 aus italienischer Sicht. (Quelle: Uwe Leppert)

Industrie 2024-06-15T20:00:00Z Alles im Minus – Investitionen rekordverdächtig

Italiens Fliesenindustrie verzeichnet im Jahr 2023 – wie vorauszusehen – zweistellige Rückgänge auf allen Märkten außer Italien, so die Confindustria Ceramica auf der Pressekonferenz vom 12. Juni 2024.  Der Verband sieht sich für die kommenden Jahre dennoch gut aufgestellt. Am Nachmittag wurde Augusto Ciarrocchi zum Nachfolger von Giovanni Savorani gewählt.

Giovanni Savorani und Augusto Ciarrocchi bei Presskonferenz.
Giovanni Savorani und Augusto Ciarrocchi (rechts) führten als Duo durch die Presskonferenz. (Quelle: Uwe Leppert)

Wie erwartet erlitten die italienischen Hersteller im Jahr 2023 zweistellige Rückgänge in der Produktion, im Absatz und im Export. „Nach dem Feuerwerk der Erlöse im Jahr 2022 mit historisch guten Umsätzen ist im Zeitraum 2023 wieder mehr Ruhe eingekehrt“, so Giovanni Savorani, der am 12. Juni 2024 zum letzten Mal in seiner Funktion als Verbandspräsident vor die Journalisten trat. Zusammen mit seinem Nachfolger Augusto Ciarrocchi und dem Generaldirektor der Verbands Armando Cafiero erläuterte Savorani den Geschäftsverlauf der vergangenen zwölf Monate, der vor dem Hintergrund einer unsicheren internationalen Situation sehr stark durch einen außergewöhnlichen Nachfragerückgang auf allen Märkten gekennzeichnet war.

Beschäftigungsniveau blieb stabil

Die italienischen Fliesenhersteller fertigten 2023 rund 373,7 Millionen Quadratmeter (-13,3 Prozent) und bewegten sich damit auf einem Niveau vergleichbar mit der Zeit zwischen der großen Finanzkrise 2009 bis zum Jahr 2015, als die Mengen wieder dauerhaft über die 400 Millionen Quadratmeter  anstiegen. Der Absatz verschlechterte sich um 17,8 Prozent auf 369 Millionen Quadratmeter. Die Zahl der Beschäftigten gab nur sehr leicht um 1,1 Prozent auf 18.432 Mitarbeiter nach.

Trotz der deutlichen Rückgänge bescheinigten sowohl Savorani als auch Ciarrocchi dem Verband und seinen Unternehmen einen soliden Allgemeinzustand – nicht zuletzt dokumentiert durch das weiterhin hohe Investitionsniveau von 473,8 (2022: 441,3) Millionen Euro, das mühelos an die Spitzenwerte der vergangenen fünf Jahre heranreicht.

zuletzt editiert am 18. Juni 2024
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