Mitglieder des Verbands sitzen bei einer Pressekonferenz zusammen am Tisch
Auf der Pressekonferenz am 14. Juni 2023 skizzierte der Verband das Fliesengeschäft des vergangenen Jahres. (Foto: Confindustria Ceramica) (Quelle: Confindustria Ceramica)

Industrie 2023-06-23T08:00:00Z Fliesenindustrie Italien 2022: Hohe Erlöse

Zweistellige Umsatzzuwächse bei kaum veränderter Produktion und Absatz prägten ein Berichtsjahr, das ab Sommer durch spürbare Rückgänge gekennzeichnet war.

Anlässlich der Pressekonferenz am 14. Juni 2023 präsentierte der Verband der italienischen Fliesenhersteller Confindustria Ceramica die Umsatz- und Mengenergebnisse des vergangenen Jahres: Nach einem sehr guten ersten Halbjahr habe man mit einer Abschwächung rechnen müssen, so der Präsident der Confindustria Ceramica Giovanni Savorani zu den Journalisten. „Die dann einsetzenden Rückgänge seien jedoch auf tiefgreifende Veränderungen im Marktgeschehen, den inflationären Preisschüben sowie der schwächelnden Konsumlaune nach dem Ende der Lockdowns und einer Verschlechterung des Verbrauchervertrauens zurückzuführen,“ sagte Savorani. Die ab Sommer beginnende Eintrübung setzte sich bis in das erste Quartal 2023 fort und ließ das Geschäft im Export um 25 Prozent und im Inland um 10 Prozent einbrechen.

Fliesenabsatz leicht rückgängig

Die dramatischen zwölf Monate des Jahres 2022 trugen die Absatzerlöse der Fliesenhersteller/-innen in Italien – auch beschleunigt durch die „Energieaufschläge“ des vergangenen Jahres – auf einen Wert von 7,2 Milliarden Euro, was einem Plus von 16,5 Prozent entspricht. Der Absatz von insgesamt 448,9 Milionen Quadratmetern (-1,4 Prozent) blieb im In- und Ausland weitgehend stabil, wobei der Export um 2,2 Prozent nachgab und das Binnengeschäft um 1,7 Prozent zulegte.

Neuer Schwung bei Investitionen

Die 128 (2021: 131) Fliesenhersteller in Italien fertigten 431,2 Millionen Quadratmeter Keramikfliesen (-0,9 Prozent). Die Anzahl der direkt beschäftigten Mitarbeiter stieg leicht auf 18.639 (2021:18.528/2020:18.747). Mit Ausgaben von 441,3 Millionen Euro (+25,6 Prozent) wurde von den Unternehmen auch wieder kräftig investiert.

zuletzt editiert am 28. Juni 2023
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