Dieter Dichantz und seine Frau Silke Wiegand Quelle: Holger Meyer
Dieter Dichantz und seine Frau Silke Wiegand verkaufen bei Casa:1 „Fliesen für höchste Ansprüche“. Quelle: Holger Meyer

Fachhandel

22. May 2021 | Teilen auf:

Fliesenhändler Casa:1 bekommt 12.000 Euro Fördermittel für Digitalisierung

Ohne online geht es nicht: Deshalb hat der Erftstädter Fliesenhändler Casa:1 eine Förderung zur Digitalisierung beantragt – und 12.000 Euro bekommen.

„Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass der Aufstieg des Online-Handels unumkehrbar ist“, sagt Dieter Dichantz, Inhaber und Geschäftsführer von Casa:1. „Dennoch sollen die Einzelhandelsgeschäfte bestehen bleiben, und das geht nur, wenn man beides zusammenführt“, so Dichantz. Aus diesem Grund hat er sich um die Fördermittel bemüht. Die Förderung stammt aus dem nordrhein-westfälischen Landesprogramm „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“.

Mit dem Geld will Dieter Dichantz einen Teil des Aufbaus seines Webshops finanzieren, von dem er sich eine Steigerung des Online-Umsatzes verspricht.

Er betreibt sein Fliesenhandelsgeschäft Casa:1 in Erftstadt-Liblar gemeinsam mit seiner Frau seit 2010. Der Händler bietet ein umfangreiches Sortiment an Keramik- und Zementfliesen mit außergewöhnlichen Formaten und Oberflächen aus spanischer Herstellung. Zwar hätten sie sich von Anfang an um einen guten Auftritt im Web bemüht, „aber die Leute wollen die Fliesen sehen und anfassen, und das geht am besten in einem Ladenlokal“, sagt der Inhaber. Doch die Kosten für einen Online-Shop oder andere Digitalisierungsmaßnahmen seien zum Teil sehr hoch und für ein mittleres Handelsgeschäft oft nicht zu stemmen. Daher begrüßt Dieter Dichantz das Programm der Landesregierung und freut sich über die Zusage: „Mit dem Geld können wir ein professionelles Projekt umsetzen, das unser Online-Geschäft deutlich voranbringen wird.“ Die gewährte Fördersumme entspricht dem im Programm vorgesehenen möglichen Höchstbetrag.

„Ökonomische Resilienz im Einzelhandel stärken“

Die Corona-Krise hat dem Handel wieder deutlich gemacht, wie wichtig es ist, auch digital gut aufgestellt zu sein. Um die Digitalisierung voranzubringen und damit die „ökonomische Resilienz im Einzelhandel [zu] stärken!“, wie es im Projektaufruf heißt, hat das Land NRW das Sonderprogramm „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ ins Leben gerufen. Bereits zum vierten Mal nach 2016, 2018 und 2019 konnten sich Unternehmen in ganz Nordrhein-Westfalen für die Förderung bewerben. Die Antragsfrist lief bis zum 15. September 2020. Die Maßnahme muss bis Ende August umgesetzt sein.

Ähnliche Förderprogramme zur Digitalisierung des Einzelhandels oder anderer Unternehmen gibt es zum Beispiel in Niedersachsen, in Hessen, Bayern oder in Baden-Württemberg. Alle Förderprogramme finden sich in der Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

www.casa1-zementfliesen.de