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Eingangsbereich der Fliesen Bauer GmbH (Foto: Petra Menke)

Handelsreport

07. January 2013 | Teilen auf:

Fliesen Bauer: Mit sozialem Bewusstsein

Rund 64 Prozent der Unternehmen in Deutschland engagieren sich für das Gemeinwohl, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Bundesfamilienministeriums. Eines von ihnen ist die Fliesen Bauer GmbH in Bad Bergzabern. (Foto: Petra Menke)

Anders als börsennotierte Konzerne, die ihr bürgerschaftliches Engagement medienwirksam inszenieren, machen kleine und mittlere Unternehmen meist wenig Aufheben um ihren Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. Vor allem inhabergeführte Betriebe, die in ihrer Region fest verankert sind, betrachten es als selbstverständlich, freiwillig Verantwortung für ihr soziales Umfeld zu übernehmen: Sie unterstützen klamme Gemeinden bei der Sanierung des öffentlichen Schwimmbads, helfen beim Bau eines neuen Spielplatzes und bilden häufig genug über den eigenen Bedarf hinaus aus.

Berufliche Zukunft für den Nachwuchs

Einer, der sich seit vielen Jahren für den Nachwuchs engagiert, ist Roland Bauer, Inhaber und Geschäftsführer der in Bad Bergzabern ansässigen Fliesen Bauer GmbH und selbst Vater zweier erwachsener Kinder. Das 1978 gegründete Familienunternehmen beschäftigt zehn Mitarbeiter und bietet darüber hinaus regelmäßig zwei Ausbildungsplätze an und schafft damit Perspektiven für eine solide berufliche Zukunft junger Menschen. Stimmen die Leistungen, werden die Azubis am Ende der Lehrzeit in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.

Unterstützung von Schulen und Kindergärten

Auch außerhalb seines Unternehmens setzt sich der gelernte Fliesen, Platten- und Mosaiklegemeister für Kinder und Jugendliche ein. "In der Regel erhalten wir alle zwei bis drei Wochen eine Anfrage von einer Schule oder einem Kindergarten in der Region", erzählt Roland Bauer, dem es sichtlich unangenehm ist, auf sein gesellschaftliches Engagement angesprochen zu werden.

Die Palette der Aktivitäten ist breit. So ging es erst jüngst darum, die Wartehalle einer Schule in Bad Bergzabern laut Bauer "ein Betonklotz mit 3.000 Schülern" menschlicher zu gestalten. Bei einem anderen Projekt stand er einem Kindergarten mit Rat und Tat zur Seite. Der hatte sich vorgenommen, die der Straße zugewandte Fassadenseite sichtbar zu verschönern. Bauer hat die Kinder nicht nur altersgerecht beraten und angeleitet, sondern ihnen auch Restmengen von Fliesen und kleine Spiegel geschenkt, sodass sie daraus Tiermotive aus bunter Keramik anfertigen konnten.

Zwei Beispiele, die zeigen, wie einfach es ist, sich für einen guten Zweck zu engagieren und ganz nebenbei die Kreativität als eine Schlüsselqualifikation der Zukunft spielerisch anzuregen.

FLIESEN & PLATTEN-Autorin Petra Menke

Petra Menke lebt als freie Journalistin und Texterin in Frankfurt am Main. Die Diplom-Biologin ist spezialisiert auf Umwelt-, Gesundheits- und Technikkommunikation und schreibt für Fachmedien sowie für Unternehmen unterschiedlichster Branchen.

www.petra-menke.de