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Seit Frühjahr 2010 der neue Dienstsitz des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft in Berlin: Auf 100 Metern Länge und 15 Metern Breite entwarf Anderhalten Architekten, Berlin, im Auftrag des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung einen modernen Erweiterungsbau mit sechs Etagen. (Fotos: Besco)

Objekt + Design 2011-07-14T00:00:00Z Fassade mit 3D-Effekt

Im ehemaligen Berliner Regierungsviertel wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erweitert. Besonderheit des neuen Gebäudes ist nicht zuletzt die vorgehängte, geschwungene und gleichzeitig dreidimensionale Fassadenverkleidung aus grau-grünem Basalt. (Fotos: Besco)

Ob Holz, Beton, Glas oder Putzmörtel: Der Charakter und die Funktionalität eines Gebäudes werden maßgeblich durch die Beschaffenheit seiner Fassade bestimmt. Beim Neubau des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in Berlin stand die Verwendung natürlicher Rohstoffe im Vordergrund. Daher fiel die Wahl auf eine extravagante, dreidimensionale Verkleidung der Außenhaut aus Natursteinen der Besco Berliner Steincontor GmbH. Diese stehen für ökologisches und ressourcenschonendes Bauen sowie eine beständige, attraktive Optik.

Mit dem Entwurf des modernen sechsgeschossigen Erweiterungsbaus beauftragte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung das Berliner Planungsbüro Anderhalten Architekten. Um dem Anspruch an ein nachhaltiges und zugleich repräsentatives Gebäude gerecht zu werden, entschieden sich Bauherr und Planer für eine Hülle aus robustem Naturstein. Für den auf 100 Metern Länge und 15 Metern Breite errichteten Neubau lieferte Besco rund 2.100 Quadratmeter Fassadenplatten aus grau-grünem Belgrano- Olivin-Basalt. Jede einzelne zeichnet sich durch bis zu vier Schrägschnitte aus. Insgesamt kamen so über 200 verschiedene polygonale Formate mit Kantenlängen von 30 bis 155 Zentimetern und 6 Zentimetern Dicke zum Einsatz.

Um dem Gebäude sein charakteristisches, aus erhabenen Formen bestehendes Erscheinungsbild zu verleihen, wurden die Platten mittels Ankertechnik auf mehreren Ebenen verlegt. Dadurch wird auch die dreidimensionale Tiefenwirkung der wellenförmig geschwungenen Fassadenverkleidung hervorgerufen. Die von Hand beflammte und unregelmäßig aufgeraute Oberfläche des Tiefengesteins sorgt für ein archaisches Gesamtbild.

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zuletzt editiert am 11. März 2021
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