Farbenfreude für nüchterne Bauten
„Marabu“ – das einzige im Original erhaltene Relief (Foto: Hannelore Schuster)

2018-07-23T00:00:00Z Farbenfreude für nüchterne Bauten

Meißen kann nicht nur in der Porzellanherstellung auf eine lange Tradition verweisen. Auch die keramische Industrie ist in der Stadt an der Elbe seit vielen Jahrzehnten heimisch. In puncto Baukeramik hat vor allem die Firma Bidtelia ihre Spuren hinterlassen. (Foto: Hannelore Schuster)

Die Fabrikgebäude der Meißner Firma Bidtelia auf dem Areal zwischen Fabrikstraße und Brauhausstraße entstand zwischen 1890 und 1923. Architekt Georg Gröschel entwarf den Großteil als geschlossene Baukörper. Dr. Felix Ohm übernahm 1891 das 30 Jahre zuvor von seinem Schwiegervater Dr. Julius Bidtel gegründete Unternehmen zur Herstellung pharmazeutischer Chemikalien und richtete es als Werk für keramische Farben und Glasuren neu aus; an dessen Fassaden ließ er glasierte Verblender anbringen. Damit wollte er Vorzüge und Tauglichkeit von Farben und Glasuren sowie ihre Vielfältigkeit für das Baugewerbe anschaulich unter Beweis stellen.

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zuletzt editiert am 11. März 2021
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