Die B+L Marktdaten GmbH hat in Zusammenarbeit mit Pankow-Perspektiven dieses Jahr erstmalig eine vergleichende Studie zur Sanierung von Bädern und Heizungen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Österreich und der Schweiz durchgeführt. Die Ergebnisse dieses Ländervergleichs stellt das Bonner Marktforschungsinstitut B+L auf dem Europäischen Zukunftsforum Bad + Heizung am 7. Februar 2019 in Köln vor. (Grafik: B+L)
Eine starke Neubauaktivität geht häufig zu Lasten der Sanierung: Wenn Verarbeiter und Planer sich auf Neubauprojekte konzentrieren, fehlen die Kapazitäten für Sanierungsmaßnahmen. Diese Verschiebung zwischen Neubau und Sanierung belegt die Sanierungsstudie 2018 der Bonner Marktforscher für den deutschen Markt. Für manche Industriezweige ist das durchaus ein Problem: Schließlich ist die Sanierung für viele Produktbereiche der wichtigste Absatzmarkt, sodass der Aufschub von Sanierungsprojekten die Produktabsätze negativ beeinflusst. Wie sehr den Betrieben qualifizierte Mitarbeiter für die Abwicklung der Nachfrage fehlen, sieht man an der Entwicklung der offenen Stellen in den vergangenen Jahren: Zwar haben zahlreiche Betriebe neue Mitarbeiter eingestellt, doch wie die Grafik verdeutlicht, steigt die Anzahl der offenen Stellen in der Branche deutlich und hat im Jahr 2018 einen Höchststand erreicht. Viele Betriebe, die neue Mitarbeiter suchen, beklagen sich über einen Mangel an qualifizierten Bewerbern.
In Zusammenarbeit mit Pankow-Perspektiven haben die Bonner dieses Jahr erstmalig eine vergleichende Studie zur Sanierung von Bädern und Heizungen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Österreich und der Schweiz durchgeführt. Dabei werden unter anderem der Austausch von Heizungsanlagen und Heizkörpern, der Austausch von Badarmaturen und -keramiken, die Installation von Solarthermie, die Soziodemografie der Sanierer, die Motivationen der Sanierer und die eingesetzten Budgets, der Profianteil bei der Durchführung und die nachgefragten Produkteigenschaften im Vergleich der ausgewählten Länder betrachtet und spezifische Besonderheiten herausgearbeitet. Die Studie biete damit ein weitreichendes Verständnis der Zielgruppe der privaten Endverbraucher sowie der durchgeführten baulichen Maßnahmen, so B+L.
Die Ergebnisse des Ländervergleichs stellt B+L auf dem Europäischen Zukunftsforum Bad + Heizung 2019 vor, um sie anschließend mit den Teilnehmern zu diskutieren. Ziel von Studie und Veranstaltung ist es, den Sanierungsmarkt aus Sicht der Endverbraucher auf Produktebene zu verstehen und die Ansprache der Zielgruppe zu verbessern. Denn die gezielte Ausrichtung auf die Endverbraucher hat in den vergangenen Jahren entscheidend an Bedeutung gewonnen.
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